Es erinnert an die beiden Eklats im Jahr 2015: Weil fünf Jugendliche in Erlach BE zu einer Schulfeier in Edelweisshemden erschienen waren, wurden sie von der Lehrerin gebeten, sich umzuziehen.

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Bei einer Weihnachtsfeier in Erlach BE wollten fünf Schüler der Oberstufe in Edelweisshemden teilnehmen. Wie der "SonntagsBlick" berichtet, mussten sie sich auf Geheiss der Lehrerin vor Beginn des Anlasses aber umziehen.

Die besagten Neuntklässler hätten mit ihrem Outfit nicht dem vorgegebenen Dresscode entsprochen. "Es war abgemacht, dass wir uns alle einheitlich in dezent dunklen Farben kleiden. Ich habe den Schülern gesagt, dass die Hemden für die Weihnachtsfeier unpassend sind", sagte die Lehrerin dem Bericht nach.

Es sei "keine grosse Sache" gewesen. Die Schüler hätten Verständnis gezeigt und sich wie gewünscht umgezogen. "Wir waren uns nicht bewusst, dass das Tragen der Hemden komisch oder gar rassistisch rüberkommen könnte", wird einer der Schüler zitiert.

Laut Schulleiter sei es weniger um die Symbolik der Hemden gegangen, als um den verfehlten Dresscode, der für die Schulfeier vereinbart gewesen sei.

Warum sind die Hemden so umstritten?

Der Fall erinnert an zwei Vorfälle im Jahr 2015. Damals hatte eine Lehrerin in Gossau ZH die Schwingerhemden als rassistisch eingestuft, ein weiteres Edelweisshemd-Verbot herrschte in Willisau LU.

Jugendliche an mehreren Schulen waren vor drei Jahren laut "SonntagsBlick" in den traditionellen Hemden aufgetreten, um sich als "stolze Schweizer" auszuweisen. (the)  © 1&1 Mail & Media / SN