• Die Skigebiete in der Schweiz verzeichnen aktuell hohe Buchungszahlen.
  • Ein Grund für den Ansturm auf die Skigebiete ist der Lockdown in Österreich.
  • Insgesamt sind die Buchungen über die Festtage deutlich über dem Niveau des letzten Jahres.

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In den Schweizer Skigebieten erwartet man derzeit einen erfolgreichen Winter. Im Vergleich sind die Zahlen der Buchungen laut "20min.ch" in zahlreichen Regionen deutlich über dem Niveau des letzten Jahres. Das liegt auch daran, dass der Lockdown in Österreich Skiurlauber dazu bringt, eher in die Schweiz zu reisen.

Silvia Nüesch von Tourismus Adelboden-Lenk-Kandersteg ist positiv gestimmt, was den Winter betrifft. "Wir nehmen derzeit deutlich mehr Buchungen für die Wintermonate entgegen wie im Vorjahr und sind zuversichtlich für die kommenden Monate."

Aktueller Buchungsbestand mit 2019 vergleichbar

Laut Andres Lietha, Direktor der Engelberg-Titlis Tourismus AG, ist die Region Engelberg-Titlis sogar schon fast ausgebucht. In weiteren Schweizer Skigebieten kann man sich ebenfalls über viele Urlauber freuen. Auch in Saas-Fee und im Saastal wollen viele Menschen unterkommen und im Februar gebe es ebenfalls einen "sehr guten beachtlichen Buchungsstand", sagt Mattia Storni, von Saas-Fee Tourismus.

Storni erklärt dies damit, dass der grosse Unterschied zum letzten Jahr darin bestehe, dass jetzt noch alles offen sei. Im November und Ende Dezember waren die Restaurants in den Skigebieten zu, das habe zu verschiedenen Annullationen geführt. Der diesjährige Buchungsbestand zeichne ein positives Bild: "Wir können in der aktuellen Situation die Zahlen von diesem Jahr mit 2019 vergleichen, welches eine sehr gute Saison war."

In Saas-Fee stellt man fest, dass aktuell ein grosses Interesse am Skiurlaub aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Beneluxstaaten besteht. Auch das kann ein Effekt des Lockdowns in Österreich sein. "Viele Gäste aus den Beneluxstaaten und Deutschland müssen sich aufgrund der Situation neu orientieren. Deswegen stösst unser Skigebiet auf Interesse, auch weil es schon geöffnet ist", sagt Mattia Storni.

"Die Nichtplanbarkeit bleibt hoch"

Der Lockdown im Nachbarland habe zwar die Buchungen beeinflusst, sei aber nicht der einzige Grund für den erfreulichen Buchungsbestand, sagt Ernst Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden: "Zwei andere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle: die guten Erfahrungen, die wir letztes Jahr während der Pandemie gemacht haben, und der Marketingaufwand, den wir betrieben haben."

Trotz der hohen Buchungszahlen sei man allerdings trotzdem angespannt, da man nicht wisse, wie sich die Rahmenbedingungen noch änderten, sagt Lietha. "Die Nichtplanbarkeit bleibt hoch", sagt auch Wyrsch. Zudem fehlen bis zu 20 Prozent Mitarbeitende. Seit einer Woche gebe es aber mehr Bewerbungen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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