Ein Lottogewinn eines Einwohners oder einer Einwohnerin brachte der kleinen Gemeinde Rümligen im Kanton Bern etwa 8,9 Millionen Franken an Sondersteuereinnahmen ein. Auch die Nachbargemeinde könnte davon profitieren.

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Weil ein Bürger oder eine Bürgerin des Orts Rümligen im Kanton Bern eine hohe Summe im Lotto gewonnen hat, wurde die Kasse der kleinen Gemeinde unerwartet durch Sondersteuereinnahmen um rund 8,9 Millionen Franken aufgestockt. Viel Geld für das kleine Dorf mit 440 Einwohnern.

Und auch die Nachbargemeinde Riggisberg könnte sich über den Geldsegen freuen: Am kommenden Montag (17. August) soll nämlich in einer Gemeindeversammlung darüber entschieden werden, ob die beiden Gemeinden fusionieren. Und genau da liegt der Haken: Denn nun befürchten die Gemeindepräsidenten, dass das Geld den Fusionsgegnern aus Rümligen in die Hände spielt.

Steuersenkungen für die Bürger

Doch die beiden Gemeindepräsidenten Martin Studer (SP) aus Rümligen und Michael Bürki (SVP) aus Riggisberg halten dagegen. Wegen des Geldes auf eine Fusion zu verzichten "wäre sehr kurz gedacht", wird Letzterer laut der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von der "Berner Zeitung" zitiert.

Die Fusionsabklärungen zwischen den Gemeinden seien nicht aus finanziellen Überlegungen heraus aufgenommen worden, heisst es in einer Erklärung. Es gehe um Besetzung politischer Ämter, die Suche nach geeignetem Kaderpersonal, die Sicherstellung der Stellvertretungen in der Gemeindeverwaltung sowie den Erhalt des Schulhauses und die stärkere Gewichtung der regionalen Politik. Diese Probleme würden auch durch den unverhofften Geldsegen nicht gelöst.

Die Einwohner beider Orte dürfen sich wahrscheinlich auf eine Steuersenkung freuen. Den 440 Einwohnern aus Rümligen stand bisher ein Jahresbudget von etwa 1,7 Millionen Franken zur Verfügung, die grössere Nachbargemeinde Riggisberg hatte mit knapp 2.500 Einwohnern ein Budget von 19 Millionen Franken. Mit der Fusion entstünde vor den Toren Berns eine Gemeinde mit rund 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Das Geld des Lottogewinns plant Rümligens Gemeindepräsident Martin Studer "ohne hohes Risiko" anzulegen. Er will sicherstellen, dass es möglichst nachhaltig eingesetzt wird.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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