Das Luzerner Kinderparlament hat anlässlich seiner 85. Session einen Schmähpreis vergeben. Mit der "Sauren Zitrone 2019" wurde die Volksschule ausgezeichnet, da die Kinder die Qualität des Essens an den Mittagstischen bemängelten.

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Am Mittwoch fand der internationale Tag der Kinderrechte statt. Aus diesem Anlass hat das Kinderparlament der Stadt Luzern bestimmt, wer den diesjährigen Schmähpreis, die "Saure Zitrone", bekommt. Die Wahl fiel auf die Volksschule. Der Grund: Das Essen an den Mittagstischen schmeckt nicht.

Die Rektorin ist überrascht

Das Kinderparlament forderte, den Geschmack und die Qualität des Essens zu verbessern, wie "20min.ch" berichtete. Die Kritik gelte den Mittagstischen, die von einem Cateringunternehmen beliefert werden. Nicht betroffen seien hingegen Mittagstische, bei denen selbst gekocht werde.

Rektorin Vreni Völkle war über die negative Auszeichnung "total überrascht", erklärte sie. Sie habe vor einem Jahr eine Umfrage zum Essen gemacht und die negative Rückmeldung an die zuständige Catering-Firma weitergeleitet.

Diese habe anschliessend Veränderungen vorgenommen. "Aber Kinder reden mit dem Herzen, wir müssen dieses Verdikt sicher zu Kenntnis nehmen." Deshalb werde sie mit den Kindern des Parlaments in Kontakt treten und Änderungen vornehmen.

Auszeichnung ging an Quartierläden

Allerdings wurde bei der Session nicht nur ein negativer Preis vergeben, sondern auch ein positiver. Die Auszeichnung "Goldener Lollipop" ging an fünf Quartierläden, die, aufgrund ihrer Erreichbarkeit, es den Kindern ermöglichen, selbst einzukaufen. Ausserdem erhalten sie dort bei Bedarf Hilfe - zum Beispiel werden die Einkaufslisten vorgelesen. Beide Preise werden am 29. Januar verliehen. (amw)  © 1&1 Mail & Media / SN

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