Das Bundesamt für Gesundheit hat erschreckende Zahlen veröffentlicht. Im Jahr 2019 sind sechsmal so viele Masernfälle registriert worden wie im Vorjahr. Die wenigsten der Patienten waren Kinder.

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Schweizweit wurden zwischen Januar und Anfang Oktober diesen Jahres 212 Fälle von Masern registriert. 2018 waren es im selben Zeitraum gerade einmal 35 Fälle. Das berichtet das Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Die Zahl der an Masern erkrankten Personen hat sich also innerhalb nur eines Jahres versechsfacht. 45 Patienten mussten dem Bericht zufolge hospitalisiert werden. Ein 30-Jähriger sowie ein 70 Jahre alter Mann starben laut SRF an den Folgen der Krankheit.

Kinder sind am wenigsten betroffen

Von einer reinen Kinderkrankheit kann bei Masern keine Rede sein. Das zeigen auch die Zahlen der BAG-Publikation. Demnach habe es sich bei lediglich 20 Prozent der Erkrankten um Kinder unter zehn Jahren gehandelt.

Personen zwischen 10 und 19 Jahren würden 23 Prozent der Masern-Patienten im Jahr 2019 ausmachen. Und die grösste Gruppe sei mit 57 Prozent jene der Ü20er.

Wie das BAG berichtet, konnte bei 91 Prozent aller Erkrankten mit bekanntem Impfstatus eine ausgebliebene oder nicht ausreichende Masernimpfung festgestellt werden.

Obwohl die Masern 2019 bislang in insgesamt 13 Kantonen aufgetreten sind, können Hochburgen klar identifiziert werden. So seien allein im Kanton Bern 83 Fälle registriert worden, viele weitere vor allem in Genf, St. Gallen, Zürich und Neuenburg. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN