Der Bund will offenbar massiv in den Ausbau von Autobahnen investieren. Grosse Teile des Netzes in der Schweiz sollen auf sechs Spuren erweitert werden.

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In Zukunft soll man in der Schweiz auf sechs Spuren von Ost nach West fahren können. Wie die "NZZ am Sonntag" berichtet, hat der Bundesrat vor, das Schweizer Autobahnnetz massiv auszubauen.

Genannt wird das Projekt "Langfristperspektive Nationalstrassen" - demnach sollen die Autobahnen in und zwischen den Grossstädten auf mindestens drei Spuren pro Fahrtrichtung ausgebaut werden.

Um die Strassenkapazitäten zu erweitern, ist einiges an Ausbau nötig. Laut "NZZ am Sonntag" bedeutet das, dass die Autobahn im Dreieck Zürich-Bern-Basel auf sechs Spuren erweitert werde, aber auch weiter in die Ostschweiz über Winterthur nach St. Gallen und in die Romandie nach Lausanne und Genf.

Doch nicht nur ein Ausbau sei geplant, sondern auch neue Strecken. Die Autobahnen um Genf, Lausanne oder Basel sollen zu einem Ringsystem zusammengeschlossen werden. Ausserdem sollen zwischen den Grossräumen Bern, Luzern und Zürich neue Autobahnabschnitte gebaut werden.

Strassenausbau sorgt für Kritik

Doch das Konzept sorgt auch für Kritik. Grünen-Präsidentin Regula Rytz sagte der "NZZ am Sonntag": "Das ist das grösste Autobahn-Ausbauprogramm der Geschichte, ein Rückfall in die 1970er Jahre, als man ohne Rücksicht auf Luft- und Lärmbelastung Strassen baute." (the)  © 1&1 Mail & Media / SN