• Der Messerangriff einer Schweizer Staatsbürgerin auf zwei Passantinnen in Lugano im Tessin ruft fedpol auf den Plan.
  • Terroristische Beweggründe sind nicht auszuschliessen.
  • Österreichs Kanzler Sebastian Kurz kündigt bei Twitter Zusammenarbeit mit der Schweiz und Europa an.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Der Schock in Lugano ist gross. Am Dienstagnachmittag, kurz vor 14 Uhr, kam es im Manor-Warenhaus zu einem Messerangriff. Nach Angaben der Kantonspolizei Tessin sei eine 28-jährige Schweizer Staatsbürgerin mit Wohnsitz in der Region Lugano auf zwei Frauen losgegangen.

Eines der Opfer habe schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen am Hals erlitten, das andere sei bei dem Angriff leicht verletzt worden.

Die Angreiferin wurde festgenommen. Die Bundesanwaltschaft habe umgehend Ermittlungen eingeleitet und ein Strafverfahren gegen die Frau eröffnet. Beim Bundesamt für Polizei, fedpol, gehe man derzeit von einem terroristisch motivierten Angriff aus. Wie die Behörde noch am Dienstag bei Twitter mitteilte, sei die Täterin keine Unbekannte.

"Die Täterin ist fedpol bekannt aus polizeilichen Ermittlungen im Jahr 2017 mit dschihadistischem Hintergrund", heisst es in dem Post. Eine mögliche Verbindung der 28-Jährigen zu der Terrormiliz "Islamischer Staat" werde geprüft.

Österreichs Kanzler Kurz betont Solidarität

Die Nachricht der Tat verbreitete sich schnell auch über Ländergrenzen hinweg. Unter anderem meldete sich der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz zu Wort. Bei Twitter richtete er sich an die Opfer, um ihnen "eine vollständige und schnelle Erholung" zu wünschen.

Weiter schrieb er, dass er "die islamistische Attacke in Lugano aufs Schärfste" verurteile. Mit seinem Tweet stelle er sich "in dieser schwierigen Zeit" öffentlich hinter die Schweiz: "Wir werden eine geschlossene Antwort auf den islamistischen Terrorismus in Europa finden und unsere Werte verteidigen."  © 1&1 Mail & Media/spot on news