Zweieinhalb Meter höher als im Vorjahr: Eine Rekordmenge an Schnee auf dem Säntis lässt die Hochwassergefahr steigen – alles hängt nun von der Wetterlage ab.

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Auf dem 2.500 Meter hohen Säntis hat sich in diesem Jahr eine fast sieben Meter dicke Schneedecke angesammelt. Für diese Jahreszeit ist es ein Rekordwert und übertrifft die Menge aus dem vergangenen Mai um zweieinhalb Meter.

Zudem ist es mehr als doppelt so viel wie in Gütsch in Andermatt. Wie das "St. Galler Tagblatt" berichtet, könnten bald grosse Überschwemmungen drohen.

Mehrere Faktoren spielen eine Rolle

Sollten die Schneemassen innert kurzer Zeit schmelzen, seien die unteren Lagen bedroht. Alles hänge aber vom Wetter in den nächsten Wochen ab.

Damit es zu einem Hochwasser kommt, müssen mehrere Faktoren zusammenspielen. Über zwei bis drei Wochen müsse es warm sein, um die dicke Schneeschicht zum Schmelzen zu bringen, sagte Meteorologe Joachim Schug der Zeitung. Danach müsse es oben über eine gewisse Zeit beständig regnen.

Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn, will keine Panik aufkommen lassen. Es bestehe kein Grund zur Sorge, sagte er zur Zeitung. "Die Menge an Schnee ist ungewöhnlich. Doch das heisst nicht, dass die Situation eskalieren muss."

Erinnerungen an Jahrhunderthochwasser werden wach

Die derzeitige Situation erinnert an die Wetterlage im Mai 1999. Laut "Blick.ch" kam es vor 20 Jahren zu Überschwemmungen, die Schäden in Höhe von rund 570 Millionen Franken verursachten.

Bereits im Februar hatte der Kanton St. Gallen gewarnt: In Verbindung mit hohen Temperaturen und Regenfällen könnte es zu Hochwasser und Überschwemmungen kommen, hiess es in einer Mitteilung.

"Aufgrund der Schneemengen sind wir am Punkt, wo alles möglich ist", äusserte sich auch Michael Eugster, Leiter Amt für Wasser und Energie, gegenüber dem "St. Galler Tagblatt" damals bedenklich.

Die Wetterstation auf dem höchsten Berg im Alpstein ist seit 1882 in Betrieb. Gemessen wird die Schneedecke des Säntis etwas unterhalb des Gipfels am Girenspitzgrat in einer Mulde. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN

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