Der Kundenservice von Migros hat in Zeiten der Coronavirus-Pandemie offenbar Probleme: Viele Kunden beschweren sich über den Service. Migros spricht von einer "absoluten Ausnahmesituation".

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Wer in den vergangenen Wochen und Monaten bei Migros bestellt hat und eine Frage an den Kundenservice hatte, wurde offenbar häufig enttäuscht. Wie das SRF-Konsumentenmagazin "Espresso" berichtet, hätten sich viele Kunden beschwert.

Familie wartet vergeblich auf Antwort vom Kundenservice

Eine Familie meldete sich bei SRF und erzählte von ihrem Erlebnis mit dem Kundenservice von Migros: Ende März bestellten die Tessiner ein Gartenhaus bei Migros Do It für 450 Franken und 100 Franken Versandkosten.

Die Familie entdeckte jedoch, dass mehrere Teile doppelt geliefert wurden und andere ganz fehlten. Nach einer E-Mail an den Migros-Kundendienst kam eine Standard-Antwort: "Besten Dank für Ihre Mitteilung. Wir werden Ihr Anliegen schnellstmöglich bearbeiten."

Auf eine weitere Antwort wartete die Familie jedoch vergeblich. Auch per Hotline, Brief, eingeschriebenem Brief und sogar per eingeschriebenem Brief an ein Geschäftsleitungsmitglied war keine Kontaktaufnahme möglich.

Migros entschuldigt sich

"Von Kundenservice kann man in unserem Fall nicht sprechen", sagt der Familienvater. Nach "Espresso"-Anfrage bei der Pressestelle entschuldigt sich Migros und bietet an, das Gartenhaus abzuholen und die Kosten zu erstatten.

Laut Migros-Sprecher Marcel Schlatter sei die "absolute Ausnahmesituation" Schuld. Im Lockdown hätten sich die Bestellungen im Internet verzehnfacht. "Es brauchte seine Zeit, bis die Lager und der Kundendienst aufgerüstet waren", erklärt Schlatter. "Wir sind tatsächlich etwas ins Schwimmen gekommen. Aber mittlerweile hat sich die Lage total entspannt."

Auch andere Kunden beschweren sich über Migros

Bei anderen Migros-Kunden fällt die Kritik harscher aus als bei der Tessiner Familie. SRF zitiert: "In dieser Krise ist der Migros-Kundendienst der schlechteste, den ich je erlebt habe." Ein anderer Kunde nennt den Kundendienst "inexistent und erschreckend amateurhaft".

Marcel Schlatter sagt: "Wir bitten diese Personen, sich nochmals bei uns zu melden." Migros sei "in dieser absoluten Ausnahmesituation schlicht nicht mehr nachgekommen". "Wir sind daran, diese Fälle abzuarbeiten und haben auch mehr Leute hinzugezogen", verspricht er.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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