Hurrikan "Irma" hat in der Karibik schwer gewütet. Auch die Privatinsel des Milliardärs Richard Branson wurde hart getroffen. Nun kümmert sich der Brite um den Wiederaufbau der Insel. Und er hilft zehntausenden Opfern von "Irma". Dafür organisiert er Hilfsgüter und Spenden.

Hurrikan "Irma" hat auch auf der Privatinsel Necker Island des britischen Milliardärs und Abenteurers Richard Branson schwere Schäden angerichtet.

"Der Grossteil der Gebäude und der Vegetation wurde zerstört oder schwer beschädigt", schrieb der 67-jährige "Virgin"-Gründer in seinem Blog.

Necker Island gehört zu den Britischen Jungferninseln in der Karibik, die von "Irma" schwer getroffen worden waren.

Schwere Verwüstungen durch "Irma"

Branson postete Fotos, die das Ausmass der Verwüstung zeigen. Auf den Bildern sieht man zerstörte Segelschiffe, aus dem Boden gerissene Bäume und dazwischen Möbel und Türen, die offenbar aus Häusern herausgespült wurden.

Der Unternehmer hatte während des Sturms gemeinsam mit seinem Team im Keller seines Hauses ausgeharrt.

Branson betonte, dass es nicht nur um Necker Island gehe. Zehntausende Menschen auf den Britischen Jungferninseln hätten ihr Zuhause und ihren Lebensunterhalt verloren.

Er sei extra nach Puerto Rico gereist, um dort Hilfsaktionen und Wiederaufbaupläne für die Karibik anzustossen. Branson ist dafür bekannt, sich stark karitativ zu engagieren.

Branson bittet um Spenden für die Opfer von "Irma"

Auf Twitter postet der Brite immer wieder Spendenaufrufe.

Ausserdem appellierte der Brite an andere Regierungen in der Region und an die Londoner Regierung, die Opfer von "Irma" zu unterstützen.

Betroffene Länder bitten UN um Hilfe

Indes haben von Hurrikan "Irma" schwer getroffene Länder in der Karibik bei den Vereinten Nationen um humanitäre und finanzielle Hilfe der internationalen Gemeinschaft gebeten.

Alleine der Wiederaufbau der "schrecklich zerstörten" Insel Barbuda werde vorläufigen Schätzungen zufolge rund 300 Millionen Dollar (etwa 250 Millionen Euro) kosten, sagte der Generalgouverneur von Antigua und Barbuda, Rodney Williams, am Montag in New York bei einem Treffen zu den Folgen von "Irma".

"Das sind mehr als 20 Prozent von unserem Bruttoinlandsprodukt. Wir können Barbuda nicht alleine wiederaufbauen."

Nächster Hurrikan im Anmarsch

Weil derzeit mit "Maria" schon wieder ein Hurrikan die Inseln bedroht, musste Premierminister Gaston Browne seine Reise nach New York verschieben und sich von Gouverneur Williams vertreten lassen. Barbuda sei inzwischen komplett evakuiert worden, sagte Williams.

"Zum ersten Mal seit mehr als 300 Jahren lebt kein einziger Mensch mehr auf Barbuda. Eine komplette Gesellschaft ist aus ihrer Heimat gerissen worden, aus ihren Besitztümern und aus allem, was sie als Volk definiert. Alles muss neu gebaut werden."

Hurrikan "Maria": Aktuelle Infos im Live-Blog

(fab/ mit Agenturmaterial der dpa)