• In Rio de Janeiro konnte die Polizei vier mutmassliche Betrüger festsetzen.
  • Die Mitglieder einer Bande sollen zuvor von einer älteren Dame Geld, Schmuck und Kunstwerke in Millionenhöhe erbeutet haben.
  • Zum Diebesgut gehörten auch Gemälde namhafter Künstler.

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Die Polizei in Rio de Janeiro hat vier mutmassliche Mitglieder einer Betrügerbande festgenommen. Die Täter sollen von einer älteren Frau Geld, Schmuck und Kunstwerke im Wert von mehr als 725 Millionen Reais (umgerechnet rund 135 Millionen Euro) erbeutet haben. Zu den insgesamt 16 gestohlenen Kunstwerken gehörten demnach Gemälde von brasilianischen Künstlern wie Társila do Amaral und Emiliano Di Cavalcanti.

Das Werk "Sol Poente" der Malerin Társila do Amaral (1886-1973) wurde unter dem Bett eines der festgenommenen Menschen entdeckt, wie aus einer Mitteilung der Polizei in Rio vom Donnerstag hervorging. Zuvor seien in einer Kunstgalerie in São Paulo drei Gemälde sichergestellt worden. Zwei weitere sollen laut Polizei an das "Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires" (MALBA) verkauft worden sein.

Gemälde in Millionenhöhe geraubt

Ein Werk von do Amaral hatte 2020 einen Rekord in der brasilianischen Kunstwelt aufgestellt. Das 1923 entstandene Bild "A Caipirinha" brachte damals bei einer Versteigerung 57,5 Millionen Reais ein, umgerechnet rund 9,3 Millionen Euro. Ein anderes Bild der Künstlerin ist heute eine der Hauptattraktionen des MALBA: Der argentinische Unternehmer Eduardo Costantini, Gründer des Museums, hatte "Abaporu" 1995 für damals 1,3 Million Dollar erworben.

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Den Ermittlungen zufolge überzeugten Betrüger das Opfer, die 82-jährige Witwe eines Kunstsammlers und Kunsthändlers, im Januar 2020, für eine spirituelle Behandlung ihrer Tochter exorbitante Summen zahlen zu müssen. Die Tochter habe den Betrug selbst in die Wege geleitet und die Mutter von ihrem Umfeld isoliert. Ein Mitglied der Bande habe sich als Hellseher ausgegeben. Als die Mutter misstrauisch geworden sei und die Zahlungen einstellte, sei sie bedroht worden. (dpa/cgo)

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