An einer Schule im Kanton Zürich wurden Handys untersagt. Grund dafür ist das Mobbing von Mitschülern in Chats, teils wurden sogar pornografische Bilder verschickt. Auch die Polizei wurde eingeschaltet.

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An der Primarschule Obfelden ZH gilt seit Montag ein strenges Handyverbot: Einige neun- bis 13-Jährige hätten Mitschüler in Whatsapp-Chats gemobbt, wie Schulpräsident Werni Kurt gegenüber "20min.ch" bestätigte.

"Mobbing-Chat" mit pornografischen Inhalten

Die Gruppen-Chats seien sogar als "Mobbing-Chat" betitelt gewesen. "Das Mobbing geschah zum Teil klassenübergreifend – und auch in Kombination mit dem Verschicken von pornografischen Inhalten", sagte Kurt.

Die "derbe und verunglimpfende" Wortwahl in den Chats sei "besonders erschreckend". Die Schule hat auch die Polizei hinzugezogen. Es sei noch offen, inwieweit die Verfehlungen strafrechtlich relevant seien.

Eltern sollen aufgeschreckt werden

Ein Vater habe einen Mobbing-Chat auf dem Handy seines Kindes entdeckt. Daraufhin habe er den Vorfall der Schulpflege gemeldet. Die Primar Obfelden habe in der Folge ein Handyverbot für alle Schüler eingeführt.

Mit dem Verbot sollen Schüler vor weiterem Mobbing geschützt werden. Aber auch die Eltern sollen wachgerüttelt werden. "Wir wollen die Eltern aufschrecken. Viele wissen überhaupt nicht, was auf den Handys ihrer Kinder abgeht", so Kurt.

Anfang Juni wird es deswegen einen Elternabend geben. Die Kantonspolizei wird zusammen mit der Schule über Cybermobbing aufklären. "Nur gemeinsam mit den Eltern werden wir in diesem Bereich etwas bewegen können", sagte Kurt.

Vorfälle häufen sich

Zuletzt ist es in der Schweiz öfter zu ähnlichen Vorfällen gekommen: Die Sekundarschule Wigoltingen kämpft mit Cybermobbing und illegalen Waffen. An der Sekundarschule Aadorf wurden Schüler in den sozialen Medien und in Briefen bedroht. Dies berichtet "toponline.ch".

Die Kantonspolizei Zürich verteilt seit Mitte April ein Merkblatt zu Straftaten per Handy. Vielen Jugendlichen sei nicht bewusst, was verboten sei und was nicht. Ihnen sei auch nicht klar, dass sie sich mit ihrem Verhalten strafbar machen können. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

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