In verschiedenen Städten geht Greenpeace schweizweit mit einem Mülldrachen gegen das Unternehmen Nestlé vor. Den Auftakt machte Basel.

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Ein rund 16 Meter langer Drache ist am Sonntag durch die Innenstadt von Basel gewandert. Dabei handelte es sich aber nicht um eine Werbekampagne für die letzte "Game of Thrones"-Staffel. Vielmehr wollte die Organisation Greenpeace damit auf Umweltsünden der Firma Nestlé hinweisen.

So soll das "riesige Plastikmonster" ausschliesslich aus Nestlé-Verpackungsmüll bestehen, "der zuvor in den Philippinen aus dem Meer gefischt oder von Stränden aufgelesen wurde", schreibt Greenpeace auf der offiziellen Homepage.

Nein zum Einweg

Die Begründung für die aufsehenerregende Aktion: "Der Schweizer Lebensmittelkonzern ist gemäss verschiedenen Marken-Audits einer der grössten Plastikverschmutzer der Welt." Schuld daran seien die Einweg-Materialen, die von Nestlé verwendet werden und die früher oder später in den Ozeanen landen würden.

Die Forderung der 35 Aktivisten, die den Plastikdrachen durch Basel trugen: "Nestlé soll aufhören, das Plastikmonster stetig zu nähren und stattdessen künftig komplett auf alternative Liefersysteme umstellen, die auf Mehrweg basieren."

Weitere Stationen

Wer das Müllmonster live sehen will, bekommt dazu weitere Gelegenheiten. Am 9. April streift es am Neumarktplatz durch Biel, einen Tag später reist es nach Neuchâtel.

Am 12. April geht die Reise weiter nach Freiburg, ehe es einen Tag später noch in Lausanne zu bestaunen ist. (stk)  © 1&1 Mail & Media / SN