Eine Schneeachterbahn oder ein rasender Windkanal? Die Region Stoos-Muotatal will sich ihr extremes Wetter zunutze machen - und soll einen Wetter-Erlebnispark planen.

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Während es in Morschach im Kanton Schwyz schneit, könnte drei Dörfer weiter in Illgau die Sonne scheinen: In der Region Stoos-Muotatal herrschen mitunter innerhalb seiner vier Dörfer Muotathal, Morschach, Stoos und Illgau zeitgleich die unterschiedlichsten Wetterextreme.

Genau dieses Phänomen will sich der Tourismus nun zunutze machen: In der Region soll ein Wetter-Erlebnispark entstehen. Das Wetter interessiere alle, ist sich die Tourismusregion Stoos-Muotatal sicher, und feilt "20 Minuten" zufolge an einem Masterplan für die Gemeinde im südöstlichen Teil des Kantons Schwyz.

Wetter-Erlebnispark soll bei jeder Wetterlage geöffnet sein

Vom Urnersee her blasen die Föhnstürme, auf der Glattalp gibt es Kälterekorde, im Bödmeren-Urwald regnet es viel und der Stoos und Illgau sind als Sonnenterrassen bekannt. Diese Phänomene sowie die Popularität der Wetterschmöcker bilden die Basis für den ganzjährig geöffneten Park, der die Wetterkapriolen interaktiv und spielerisch erklären soll.

Aufgepeppt werden soll der Themenpark zum Beispiel mit einem künstlichen Windkanal, einer Wetterschmöckerlounge oder einem Wetterspielplatz. In Morschach, Stoos und Illgau sind zudem Wetter-Aussichtsplattformen geplant.

Ausserdem soll im Gebiet das dichteste Netz an Wetterstationen gebaut werden. Die Daten dieser Stationen werden, wie "20 Minuten" berichtet, in einer App öffentlich zugänglich gemacht.

Themenpark soll neun Millionen Franken kosten

Die ganze Region Stoos-Muotatal werde damit zum Wetter-Kompetenzzentrum und zur Pulsfühlerin sowohl für das lokale als auch für das globale Wetter. "Auch für die Einheimischen ist ein solches Wetterstationen-Netz von Vorteil", sagt Projektleiter Silvan Kälin dem Portal gegenüber.

Insgesamt sind Investitionen in der Höhe von neun Millionen Franken geplant. Die Finanzierung ist noch nicht vollständig gesichert. Kälin sagt, dass die beteiligten Gemeinden einen Teil der Kosten tragen werden. Dafür sind aber noch Volksabstimmungen in allen drei Gemeinden notwendig. "Wir sind auch mit dem Kanton in einem vielversprechenden Gespräch", sagt Kälin.

Für die Begleichung der Restkosten sei man noch auf der Suche nach Wirtschaftspartnern, die im Gegenzug die Möglichkeiten erhalten, sich im Besucherzentrum und an den errichteten Aussichtspunkten zu repräsentieren. 2022 soll der Erlebnispark seine Tore öffnen. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN

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