Dürfen Fahranfänger in Zukunft nur noch tagsüber hinter dem Lenkrad Platz nehmen? Die Beratungsstelle für Unfallverhütung hält dies zumindest für sinnvoll. Sie will den Strassenverkehr so sicherer gestalten.

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Dunkelheit, Müdigkeit oder Ablenkung: Allesamt Faktoren, die besonders die Fahrsicherheit von Junglenkern beeinträchtigen können. Verkehrsexperten sind daher der Meinung, dass Fahranfänger in der Nacht nur noch bedingt am Strassenverkehr teilnehmen sollten.

Verbot für mehr Sicherheit

Im jüngsten Bericht zur Strassenverkehrssicherheit junger Erwachsener werden von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) Massnahmen vorgestellt, die der steigenden Unfallrate von Junglenkern entgegenwirken sollen.

Diese Massnahmen richten sich vor allem an Fahrer unter 25 Jahre, die sich noch in der Probezeit befinden. Die BfU erachtet es grundsätzlich als sinnvoll, diesen Personen ein Nachtfahrverbot auszusprechen. Da sich dieses jedoch nicht konsequent durchsetzen lassen würde, wird in dem Bericht auch eine Alternative vorgestellt.

Um die Ablenkung im Wagen so gering wie möglich zu halten, könne über "das Verbot des Mitführens junger Passagiere an Wochenendnächten" nachgedacht werden. Mögliche Ausnahme: Eine über 25-jährige Person befindet sich ebenfalls im Auto.

Kritik aus der Politik

Die Vorschläge der BfU stossen im Nationalrat auf Kritik. Thomas Hardegger (SP) ist der Meinung, dass mit einem solchen Nachtfahrverbot jene Junglenker bestraft werden würden, "die verantwortungsvoll handeln". Der "Tages-Anzeiger" berichtet.

Michael Töngi (Grüne) sieht es ähnlich kritisch: Das Verbot sei "schwierig zu kontrollieren und bietet grosse Umsetzungsschwierigkeiten". (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN

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