Im Oltner Haus der Museen ist seit einigen Tagen der stadtbekannte Kater "Toulouse" als Tierpräparat ausgestellt. Dass der 2017 verstorbene Kater nun als Ausstellungsstück dient, stösst nicht nur auf positive Reaktionen bei den Oltnern.

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2009 wurde der schwarz-weisse Kater "Toulouse" durch Alex Capus’ Buch "König von Olten" schweizweit bekannt. 2017 verstarb das Stadtoriginal von Olten (SO) und ist nun als Tierpräparat im neu eröffneten Haus der Museen zu sehen.

Der Kater ist in einem Glaskasten im Vorraum zur Naturausstellung untergebracht. In den sozialen Medien sorgt das Exponat laut "20 Minuten" aber auch für negative Stimmen.

Kritische Stimmen zur "ausgestopften Mumie"

Als "geschmacklos" und "makaber" bezeichnen Facebook-User den ausgestopften Kater, bei dem Haut und Haare des Originals über einen Ersatzkörper aus Kunststoff gezogen wurden. Der Ausdruck dieser "ausgestopften Mumie" habe nichts mehr mit dem verstorbenen Original gemeinsam, kritisiert eine weitere Userin. Eine andere hätte ein Gemälde oder eine Videoinstallation als Hommage an das Stadtoriginal bevorzugt.

Vereinzelt finden sich auch positivere Kommentare zu dem Exponat: "Über seinen Tod hinaus wird "Toulouse" so noch viele Menschen erreichen, welche ihn und seine Geschichte sicher mit Interesse verfolgen werden", schreibt eine Frau auf Facebook.

Exponat ist eine Schenkung

Der Kater sei in die Ausstellung des Naturmuseums integriert worden, weil er untrennbar zur Stadt gehöre und Olten im Museum thematisch in den Mittelpunkt gestellt werde, erklärt Stadtschreiber Markus Dietler gegenüber "20 Minuten".

Bei dem Tierpräparat handle es sich um eine Schenkung der ehemaligen Besitzer von "Toulouse", die sich sehr erfreut über die Würdigung ihres Katers gezeigt hätten, so Dietler. 2017 musste der Kater im Alter von 18 Jahren eingeschläfert werden.

Der Stadtschreiber erklärt sich die Kontroverse durch die täuschend echte Darstellung: "Vielleicht findet hier eine zu starke 'Vermenschlichung' statt." Bei der Stadt sei man aber weiterhin der Ansicht, dass "Toulouse" in der Ausstellung "schön gewürdigt" werde. Es sei schade, dass die Empörung für Einzelne wichtiger sei als die Freude über das gelungene Haus der Museen.

Auch Schriftsteller Alex Capus hat sich zu seiner Titelfigur geäussert: Dass dem Kater 2018 bereits eine Bronzestatue in der Altstadt gewidmet wurde und er nun auch noch einen Ehrenplatz im Museum bekommen hat, findet der Schriftsteller "etwas zu hoch gehängt". Dennoch wolle er den ausgestellten "Toulouse" bald besuchen. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN

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