Keine Promi-Party war vor ihm sicher: Als Selfie-Bodyguard machte sich Patrick Baiata einen Namen. Jetzt muss der Zürcher sich vor Gericht erklären und sitzt in Untersuchungshaft.

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Auf seine berühmten Kunden ist er mächtig stolz: Bodyguard Patrick Baiata präsentiert sich auf seinem Instagram-Account, der rund 124.000 Abonnenten hat, gerne mit Stars und Sternchen, die vermeintlich seine Dienste in Anspruch nehmen - unter anderem mit Paris Hilton, Cristiano Ronaldo oder Giorgio Armani.

Jetzt muss sich der Unternehmer, der laut eigener Aussage "ein erfolgreiches, international tätiges Sicherheitsunternehmen" führt, vor Gericht verantworten. Es steht der Vorwurf des Betrugs im Raum.

Auf Anfrage von "Blick.ch" bestätigte die Zürcher Staatsanwaltschaft, "dass Herr Patrick Baiata in Untersuchungshaft ist. Gegen ihn laufen Verfahren wegen Betrugs und wegen weiterer Delikte." Mehr will die Staatsanwaltschaft aufgrund des laufenden Verfahrens nicht preisgeben.

Fragwürdiges Geschäftsmodell

Baiatas Geschäftsmodell gilt schon seit längerer Zeit als zwielichtig. Zum einen ist Baiata laut "Blick.ch" dafür bekannt, dass er sich auf Partys blicken lässt, Promi-Selfies abstaubt und sich am Ende fälschlicherweise als deren Personenschützer ausgibt, um sein Geschäft anzukurbeln.

Zum anderen wurde 2013 bereits bekannt, dass Baiata Bewerbern, die bei ihm anheuern wollen und sich vom "Leben unter Promis" locken lassen, eine zertifizierte Ausbildung verspricht. Für 28 Lektionen verlangt er stolze 3.000 Franken.

Auf Nachfrage von "Blick.ch" lässt Baiata über seinen Anwalt ausrichten: Er werde sich nicht zu dem Fall äussern. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN