Dieser Anblick ist selten: Die Limmat in der Stadt Zürich strahlt plötzlich in Giftgrün. Dahinter verbirgt sich eine Protestaktion der Bewegung "Extinction Rebellion Zürich". Die Polizei ermittelt.

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Demonstrierende der Gruppe "Extinction Rebellion Zürich" haben am Dienstagmittag das Wasser der Limmat in der Stadt Zürich eingefärbt. In kürzester Zeit war das Gewässer rund um die Gemüsebrücke giftgrün.

Anschliessend badeten einige Anhänger der Bewegung in dem leuchtend grünen Wasser, andere verteilten Flyer an Passanten. Die Protestaktion war laut Mitteilung der Stadtpolizei Zürich nicht bewilligt.

Erst der Anfang?

Wie die Gruppe jüngst bei Facebook mitgeteilt hat, habe sie mit der Einfärbung der Limmat "auf den drohenden Kollaps des Ökosystems und das toxische System, in dem wir uns befinden", aufmerksam machen wollen.

Ausserdem, so kündigte "Extinction Rebellion Zürich" an, sei schweizweit mit weiteren Aktionen zu rechnen. Was am 9. September in Bern begann und am 10. September in Zürich deutlich zu sehen war, soll noch bis zum 20. September fortgeführt werden.

Auf der Agenda der Demonstrierenden stehen demnach die Städte Fribourg (11.9.), Martigny (12.9.), Neuchâtel (13.9.), Luzern (14.9.), Genf (15.9.), Delémont (18.9.) und Lausanne. Dort soll am 20. September das grosse Finale der Protestbewegung stattfinden.

Amt gibt Entwarnung

Zurück in die Stadt Zürich: Um sicherzustellen, dass die Farbe in der Limmat weder für Mensch noch Umwelt gefährlich ist, untersuchte laut Polizeibericht das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft Proben des Gewässers.

Bei dem fluoreszierenden Farbstoff handele es sich um Uranin, das vermutlich in Pulverform in den Fluss gelangt sein soll. Es ist ungefährlich. Dennoch müssen die Demonstrierenden mit Konsequenzen rechnen.

Denn wie es im Bericht der Stadtpolizei weiter heisst, ermittle nun die Wasserschutzpolizei aufgrund Widerhandlungen gegen das Gewässerschutzgesetz. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN

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