In mehreren Bundesländern ist der Digitalfunk der Polizei über mehrere Minuten ausgefallen.

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Zu der Störung kam es in der Nacht zum Mittwoch, bestätigten bis zum Nachmittag Innenministerien und Polizei in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Der Ausfall dauerte demnach zwischen 15 und 17 Minuten. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor über eine bundesweite Störung berichtet. Mehrere Länder prüften am Mittwoch, ob es bei ihnen ebenfalls zu Ausfällen kam. Nach Angaben aus den Ländern hatte der Ausfall keine grösseren Auswirkungen auf die Arbeit der Polizei.

Die Panne ereignete sich während angekündigter Wartungsarbeiten, für die eine externe Firma zuständig sei, sagte eine Polizeisprecherin in Hamburg. Im Rahmen dieser Arbeiten müsse irgendwas passiert sein. "Was genau, wird noch ermittelt."

Die Kommunikation mit den Einsatzwagen auf Berliner Strassen sei telefonisch erfolgt, sagte ein Sprecher in der Hauptstadt. Die Notrufe und das Einsatzleitsystem seien nicht gestört gewesen. Die Hamburger Feuerwehr hatte ebenfalls mit Problemen beim Digitalfunk zu kämpfen.

Nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hamburg hätte der Ausfall des Digitalfunks fatale Auswirkungen auf die Sicherheit der Hansestadt haben können. "Das Warnsignal muss gehört werden", forderte der Landesvorsitzende Horst Niens.

Es müsse auch getestet werden, wie sich ein Ausfall der Stromversorgung auf den Digitalfunk auswirke. "Wenn schon der Chef der Bundesnetzagentur und auch der Städte- und Gemeindebund vor länger andauernden Stromausfällen warnen, dann muss der nächtliche Ausfall des Digitalfunks nun endlich alle Warnsirenen im Senat Hamburgs zum Heulen bringen", sagte Niens.  © dpa