Die Verbreitung des Coronavirus nimmt kein Ende. Auch auf den Malediven wurden jetzt erste Fälle gemeldet. Die Folge: Mehrere Inseln wurden abgeriegelt.

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Nachdem auf Kuredu zwei Hotelangestellte nach der Abreise eines Italieners positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, wurde die maledivische Insel kurzerhand abgeriegelt. Laut der lokalen Zeitung "Raajje.mv" teilte der Tourismusminister Ali Waheed mit, dass nun 1.427 Personen in Quarantäne seien. 699 davon seien Gäste der Hotelanlage Kuredo Island Resort, die Übrigen seien Mitarbeiter. Auch an die 100 Schweizer seien betroffen.

Quarantäne wurde erweitert

Gegenüber "20min.ch" bestätigt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Quarantäne auf Kuredu. Auch gibt das EDA Auskunft darüber, dass sich derzeit 34 Schweizer Staatsangehörige in dem betroffenen Resort befinden. "Die schweizerische Botschaft verfolgt die Lage laufend. Die Schweizer Bürger stehen mit dem Honorarkonsulat in Malé in Kontakt", erklärt Sprecher Pierre-Alain Eltschinger.

Gemäss dem österreichischen Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten sei die Quarantäne auf zwei weitere Inseln erweitert worden. Auch dort sollen sich Schweizer aufhalten, darunter etwa 65 auf der Insel Vilamendhoo. "Es wurden Ansteckungstests durchgeführt. Die Resultate sind noch ausstehend", fügt Eltschinger hinzu.

Regierung übernimmt anfallende Kosten

Laut eines Schreibens, das "20min.ch" vorliegt, würden derzeit keinerlei Flüge von oder zur Insel stattfinden. Wie der Tourismusminister betonte, sei die Versorgung von Nahrungsmitteln davon aber nicht betroffen. Die dortige Regierung käme für sämtliche Kosten der Reisenden auf, heisst es.

Paradies oder Albtraum?

Trotz Quarantäne könnten sich die Reisenden, darunter auch die GNTM-Kandidatin Mareike, auf der Insel frei bewegen. Das schreibt etwa die Fotografin Mimoza auf ihrem Instagram-Account. Sie würden dort "gut versorgt und geniessen die einmalige Natur".

Die Geschäftsinhaber der britischen Firma Millie & Green Luxury Candles schildern die aktuellen Zustände der Insel jedoch nicht so paradiesisch. "Mittlerweile sind nun vier Mitarbeiter positiv getestet und isoliert worden, einer von ihnen ist der Inselarzt. Seit gestern befinden sich 66 Mitarbeiter in Zwangs- und Selbstisolation. Auch einige Gäste sind davon betroffen. Die Angst wächst", schreiben sie etwa auf Instagram.

"Die Medikamente gehen langsam zur Neige und es gibt viele ältere schutzbedürftige Menschen und einige kleine Kinder, die hier möglicherweise einem hohen Risiko ausgesetzt sind." (eee)  © 1&1 Mail & Media / SN

USA schliessen die Grenzen für Europäer - mit Ausnahme der Briten

US-Präsident Donald Trump ergreift im Kampf gegen das Coronavirus drastische Massnahmen: Wer sich die vergangenen Wochen in einem Schengen-Staat aufgehalten hat, darf nicht mehr einreisen. Einzige Ausnahme ist Grossbritannien. (Teaserbild: Doug Mills/Pool The New York Times/AP/dpa)
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