Am 9. Januar 2020 wird das Referendum gegen das neue Jagdgesetz bei der Bundeskanzlei eingereicht. Damit hat nun das Stimmvolk das letzte Wort was die aus der Sicht der Tierschützer "missratene" Gesetzesvorlage angeht.

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Zahlreiche Schweizer Umwelt- und Tierschutzorganisationen haben seit dem 8. Oktober mehr als 70.000 Unterschriften für ein Referendum gegen das umstrittene Jagdgesetz sammeln können. Dieses komme nun zustande, wie aus einer Mitteilung der Tierschutzorganisation "BirdLife" hervorgeht.

Mit dem Referendum gehen verschiedene Umweltorganisationen gegen die geplante Revision des Jagd- und Schutzgesetzes vor. "Nach einem Nein kann das neu zusammengesetzte Parlament die Chancen für den Artenschutz angehen, welche bei der vorliegenden Revision verpasst wurde", wird Urs Leugger-Eggimann, Zentralsekretär Pro Natura und Präsident des Trägervereins für das Referendum, in der Mitteilung zitiert.

Schutz gefährdeter Arten geschwächt

Die Parlamentsmehrheit in der Schweiz hatte mit der neuen Gesetzesvorlage den Schutz von Wölfen und anderer Arten geschwächt. Selbst in Wildtierschutzgebieten seien die Tiere nicht sicher. Die Lockerung diene in einer Zeit von Biodiversitätsverlust und Artensterben einseitig Interessensgruppen und schwäche den Schutz gefährdeter Tierarten statt diesen zu stärken, heisst es weiter in der Mitteilung.

Zum Trägerverein des Referendums gehören die Organisationen Pro Natura, WWF, BirdLife, Gruppe Wolf Schweiz und zooschweiz. Darüber hinaus sammelte auch der Schweizer Tierschutz (STS) Unterschriften für das Referendum. Unterstützung wurde ebenso von SP und den Grünen angekündigt. Die Sammelfrist der Unterschriften läuft am 16. Januar ab. (eee)  © 1&1 Mail & Media / SN