Rosenmontagsumzug: Diese Politiker hat's erwischt

Traditionell werden zum Rosenmontagszug am 24. Februar aktuelle Geschehnisse aus Politik und Gesellschaft karikiert und "aufs Korn genommen". Vor allem US-Präsident Donald Trump bekam auf vielen kreativ gestalteten Wagen sein Fett weg. Aber auch deutsche Politiker kamen in diesem Jahr nicht zu kurz. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Der Rosenmontagszug in Düsseldorf wurde unter anderem von einer Karikatur von Donald Trump angeführt. Noch immer ist die aktuelle Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran in aller Munde. Mit der Kuschelkarikatur des US-Präsidenten und Irans Präsidenten Hassan Rohani sowie den Worten "Make love, not war!" (zu Deutsch "Macht Liebe, keinen Krieg!") wollte der Karneval dem ein Ende setzen.
Auch die deutsche Politik kam bei dem Spektakel nicht zu kurz. In Düsseldorf mischten die männlichen Kandidaten auf den CDU-Vorsitz, Jens Spahn, Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen, mit.
Neben den teils sehr amüsanten Mottowagen wurde in Düsseldorf aber auch ein ernster Ton angeschlagen: Mit dieser Karikatur wurde unter anderem an die Opfer des Anschlags in Hanau gedacht, der sich vergangene Woche ereignete. Besonders symbolisch ist etwa die Pistole im Mund der Figur, auf der gross "Rassismus" geschrieben steht. Auch in Köln wurde mit einem ähnlichen Wagen aufgewartet…
Hier spielte jedoch weniger die Wut, sondern eher die Trauer eine Rolle. "Uns Hätz schleiht för Hanau" ("Unser Herz schlägt für Hanau"), ist auf einem Herz zu lesen, das von einem schwarzen Kölner Dom mit zwei hängenden Spitzen gehalten wird.
Die Clown-Darstellungen des britischen Premierministers Boris Johnson, von Chinas Präsident Xi Jinping, US-Präsident Donald Trump, Russlands Präsident Wladimir Putin und dem nordkoreanischen Staatsführer Kim Jong Un sind unverwechselbar. Unter dem Motto "Weltholzköpfe" zierten sie einen der Mottowagen beim Kölner Karneval.
Auch der viel diskutierte Brexit fand sich unter den Mottowagen wieder. Aufgewartet wurde hier mit zahlreichen Skeletten im britischen Unterhaus, darunter eines von Premierminister Boris Johnson - inklusive blonder Mähne.
Die Debatte rund um die AfD durfte beim Kölner Rosenmontagszug nicht fehlen. Dargestellt ist hier der Kopf von AfD-Politiker Björn Höcke auf dem Körper eines Dackels, der den Würsten mit der Aufschrift "Hass" und "Hetze" hinterherjagt. Auf ihm reiten zudem Alexander Gauland und Thomas Kemmerich.
Auch um Angela Merkels Nachfolge als Bundeskanzlerin wird derzeit heiss diskutiert – an Karneval natürlich bei einem gemeinsamen Kölsch. Um den Kanzlerkandidaten-Stammtisch versammelt sind hier etwa Armin Laschet, Robert Habeck und Olaf Scholz, die um das Amt verhandeln - alle im Quasi-Look der Kanzlerin.
Hier wird Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer aufs Korn genommen, der samt Helm mit einem E-Roller stürzt. Auch die Debatte um die Pkw-Maut findet auf dem Mottowagen Erwähnung.
Ebenfalls ein Motiv beim Kölner Karneval: Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro. Er geht seit seinem Amtsantritt rigoros gegen den Regenwald sowie seine indigene Bevölkerung vor.
Eine Hommage an "Fridays for Future": Eine Aktivistin hält sich an einer der Spitzen des Kölner Doms fest und präsentiert ein Schild mit der Aufschrift "Et is veedel noh zwöllef" ("Es ist viertel nach zwölf").
Und noch ein weiterer Mottowagen in Köln thematisierte den Klimawandel. Hier zu sehen: Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, der auf einer Welle von Klimaaktivistin Greta Thunberg reitet.