• Italien, Frankreich und Deutschland wollen erst nach den Feiertagen die Skisaison eröffnen.
  • Die Schweiz und Österreich stellen sich quer.
  • "Schweizer Weg ist für den Moment richtig", sagt Markus Berger von Schweiz Tourismus.

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Wann startet die Skisaison? Über die Antwort streiten derzeit die Alpenländer Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und die Schweiz. Während die ersten drei den Startschuss erst im kommenden Jahr geben wollen, will die Schweiz schon jetzt loslegen. Eine europaweit koordinierte Saisoneröffnung lehnen die Eidgenossen ab. Auch Österreich stellt sich quer.

Skisaison: Italien, Frankreich und Deutschland bleiben skeptisch

Markus Berger, Sprecher von Schweiz Tourismus, ist überzeugt, dass "der Schweizer Weg für den Moment richtig ist", wie er dem "Tagesanzeiger" mitteilte. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte sieht das anders und spricht sich dafür aus, Skifahren in Europa erst ab dem 10. Januar zu erlauben: "Es ist nicht möglich, einen Winterurlaub zuzulassen, wir können uns das nicht leisten", sagte er in Bezug auf die Corona-Pandemie.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geht sogar noch einen Schritt weiter und sieht den Startschuss für die Skisaison nicht vor dem 20. Januar. Das hat zu Unmut bei den Skidestinationen geführt, die sich von der Ankündigung überrumpelt sahen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, dessen Bundesland von einer Verschiebung der Saison direkt betroffen wäre, unterstützt Frankreichs und Italiens Pläne und sagte am Dienstag am Rande einer Landtagssitzung in München: "Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall – beziehungsweise kein Urlaub überall."

Österreich und die Schweiz stellen sich quer

Ganz anders sieht das Österreichs Kanzler Sebastian Kurz. Er wies eine länderübergreifende Regelung zurück. Öffnungsschritte in allen Bereichen, darunter der Sport, würden von den Staaten unterschiedlich gehandhabt, sagte er bei einer Pressekonferenz in Wien. "Das hängt immer mit den Infektionszahlen zusammen, und zwar den Infektionszahlen bei uns in Österreich." Wegen zuletzt stark steigender Infektionszahlen hatte Wien einen Lockdown beschlossen, der zunächst bis 6. Dezember besteht.

Die Schweiz könnte neben Österreich zu einem der wenigen Alpenländer werden, die Skiferien über die Festtage erlauben. Inwieweit die einzelnen Skiorte davon wirklich profitieren können, ist unklar. Denn sollte sich das Virus unkontrolliert ausbreiten, ist die Skisaison schnell wieder zu Ende.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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