Es sind höchst intime und sensible Patienten-Unterlagen, die durch ein weltweites Datenleck ins Internet gelangt sind. Unter den Millionen betroffenen Menschen befinden sich auch viele Schweizer.

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Ein Datenleck hat teils höchst sensible medizinische Unterlagen und Informationen von Millionen Menschen ins Internet gespült. Unter den Betroffenen seien laut Recherchen des Bayerischen Rundfunks im Verbund mit der US-Plattform ProPublica auch zahlreiche Schweizer Patienten.

Klarnamen geleakt

So wurden insgesamt fast 200.000 Klinikbilder aus 1.500 Schweizer Datensätzen ins Netz gestellt. Dabei soll es sich auch um detaillierte Röntgenaufnahmen und Brustkrebsscreenings handeln, die durch vollständige Namens- und Geburtsangaben den betroffenen Personen eindeutig zuzuordnen seien.

Sogar Informationen über die behandelnden Ärzte und die Art der Untersuchung seien zum Teil geleakt worden. Insgesamt kommen Schweizer Patienten im Vergleich aber noch halbwegs glimpflich davon – weltweit sollen laut des Berichts ganze 24 Millionen Datensätze illegal ins Netz gestellt worden sein.

USA am stärksten betroffen

Die meisten Opfer des Datenleaks sollen aus den USA stammen. Weil die betroffenen Server, auf denen etwa MRT-Aufnahmen automatisch gespeichert werden, nicht ausreichend gesichert waren, sei es laut eines Experten ein Leichtes gewesen, die Unterlagen abzugreifen. (stk)  © 1&1 Mail & Media / SN