Ab dem 17. Oktober steht auch der Kanton Zürich auf der deutschen Risikoliste. Wer nach Baden-Württemberg einreisen will, unterliegt einer Quarantänepflicht. Es gibt aber eine Ausnahme.

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Einige Schweizer Kantone stehen bereits auf der deutschen Risikoliste. Ab Samstag (17. Oktober) kommt auch noch der Kanton Zürich hinzu. Für Einreisende aus Risikogebieten gilt eine Quarantänepflicht.

Bisher gab es dabei keine Ausnahmen, das ändert sich jedoch mit dem 17. Oktober. Wie das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg auf seiner Webseite mitteilte, gibt es für Kurzaufenthalte von Personen aus Grenzregionen eine Ausnahme von der Quarantänepflicht.

Man darf sich demnach maximal 24 Stunden lang in Baden-Württemberg aufhalten, um keine Quarantäne einhalten zu müssen. Dies gilt nicht, wie es zunächst hiess, für die gesamte Schweiz, sondern nur für die Kantone Appenzell, Aargau, Basel, Basel-Landschaft, Jura, Schaffhausen, Solothurn, Sankt Gallen, Thurgau und Zürich.

Weitere Ausnahmen von der Quarantänepflicht

Weitere Ausnahmen von der Quarantänepflicht gibt es für den beruflich bedingten grenzüberschreitenden Personen-, Waren- und Güterverkehr sowie für beruflich notwendige Einreisen aus dem Risikogebiet. Dazu zählen Berufspendler, Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende.

Auch Personen mit notwendigen medizinischen Behandlungen und Menschen, die sich nur kurzzeitig im Risikogebiet – nämlich weniger als 48 Stunden – aufgehalten haben, sind von der Verpflichtung der Quarantäne befreit. Verheiratete oder Partner einer festen Beziehung müssen ebenfalls keine Quarantäne einhalten.

Für Eindämmung der Pandemie müssen alle "grenzüberschreitend zusammenhalten"

"Uns ist bewusst, dass Quarantänemassnahmen in vielerlei Hinsicht für die betroffene Bevölkerung belastend sind. Dies gilt vor allem in europäischen Grenzregionen, die vorbildlich zusammengewachsen sind und deren Grenzen heutzutage erfreulicherweise im Alltag kaum mehr wahrgenommen werden", erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha.

Das Ministerium für Soziales und Integration richtet einen Appell an Menschen in Baden-Württemberg und den Grenzregionen: Sie sollten den Infektionsschutz "sehr ernst nehmen" und sich "entsprechend freiwillig" beschränken. "Nicht alles, was erlaubt ist, ist derzeit auch empfehlenswert. Die Eindämmung der Pandemie ist eine Aufgabe, die nur gelingen kann, wenn alle im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitend zusammenhalten", sagte Lucha.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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