Viele Urlaubspläne der Schweizer werden durch die Corona-Pandemie durchkreuzt. Die Schweizer Seegemeinden fürchten deshalb einen Ansturm auf die heimischen Strand- und Badeorte.

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Ein Urlaub im Ausland rückt durch die Coronakrise dieses Jahr in weite Ferne. Viele Schweizer werden sich deshalb auf das Inland konzentrieren und erholsame Tage an den heimischen Seen verbringen.

Die Gemeinden fürchten einen Besucheransturm und vermehrte Missachtung der Abstandsregeln.

"Unsere Strände sind klein und schon so bei schönem Wetter sehr voll", erklärt Gemeinderat Nicolas Savoy von der Kommune Gletterens FR am Neuenburger See im Interview mit "blick.ch". Am See liegt einer der beliebtesten Sandstrände der Schweiz. Bei hohem Andrang werde man Regeln des Social Distancing nicht einhalten können.

Appell an die Vernunft der Gäste

"Schon jetzt haben wir mehr Busse verteilen müssen als sonst", berichtet Denis Schneider, verantwortlich für die Gemeinde Cheseaux-Noréaz VD, die durch den Sandstrand Yvonand ein beliebter Badetreffpunkt ist. "Wir hoffen auf die Vernunft der Gäste und dass sie den Abstand einhalten", sagt Hannes Hochuli, Geschäftsführer von Glarusnord Tourismus. Wenn es zu voll werde, müssten die Badestellen eben wieder gesperrt werden.

An den öffentlichen Badestellen müssen die Besucher die Hygieneregeln des Bundes beachten. Es gilt, zwei Meter Abstand zu wahren, Gruppen von mehr als fünf Personen sind unzulässig. Missachtungen werden durch die Polizei geahndet.

Freibäder, die Eintritt verlangen, bleiben weiterhin geschlossen. Ein Datum für Wiederöffnung steht noch nicht fest. Die Betreiber hoffen laut "blick.ch" auf den 8. Juni. Dann können auch andere Freizeit-Betriebe wie Bergbahnen wieder ihre Pforten öffnen. (jom)

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