Für vier Familien aus Schaffhausen endete das Jahr 2019 in einer Katastrophe. An Silvester wurde ein verheerender Brand in einem Mehrfamilienhaus entfacht. Die Betroffenen suchen nun vorübergehend eine Unterkunft.

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Am Silvesterabend lösten Feuerwerkskörper einen verheerenden Brand in einem Mehrfamilienhaus in Schaffhausen aus. Acht Personen und zwei Feuerwehrleute wurden durch den Brand und den dadurch entstandenen Rauch verletzt. Vier Familien haben durch das Feuer ihr Zuhause verloren. Ein Elternpaar schildert die Vorkommnisse noch einmal gegenüber dem Nachrichtenportal "blick.ch".

"Ich war völlig in Panik"

"Unsere Wohnung ist kaputt. Aber wir sind froh, dass wir alle noch leben", sagen Mario Abatriatico und seine Frau Valentina Venuto. Als das italienische Elternpaar zweier Kinder den Brand bemerkte, war es gerade dabei, seinen Anwohnern im Quartier Neujahrsglückwünsche zu überbringen. "Wir entdeckten die Flammen auf dem Balkon des Nachbars unter uns", schildert Abatriatico den Vorfall.

Venuto ergänzt, dass sie sofort ins Haus zurückgeeilt seien und an allen Türen geklopft und geklingelt hätten. "Ich war völlig in Panik." Gemeinsam brachte das Paar sich und seine Kinder nach draussen. Als alle im Freien waren, bemerkten sie dichten Rauch in ihren eigenen vier Wänden. Die Wohnungen, in denen sich zu dem Zeitpunkt keine Bewohner aufhielten, musste die Feuerwehr sicherheitshalber aufbrechen.

Übergangswohnungen werden gesucht

"Wir gehen von einem Schaden von rund einer Million Franken aus. Und es ist davon auszugehen, dass die Sanierung der vier Wohnungen mehrere Monate in Anspruch nehmen wird", sagt Walter Ziegler, Präsident der betroffenen Wohnbaugenossenschaft Pro Familia, gegenüber "blick.ch". Derzeit kümmere er sich um Übergangswohnungen für die Betroffenen.

Die vierköpfige Familie von Mario Abatriatico sei vorerst bei seinem Bruder untergekommen. "Es sind viele Fotos und persönliche Sachen zerstört worden. Dinge, die man nicht einfach so ersetzen kann", fügt Gattin Valentina Venuto hinzu.

Vermutete Brandursache

Mehrere Anwohner bestätigten "blick.ch" übereinstimmend, dass sie eine Raketenbatterie, die in der Nähe des Wohnhauses gezündet wurde, als Brandursache vermuten. Nur wenig später habe das Gebäude zu brennen begonnen. Bestätigt wurde dies bis jetzt aber noch nicht. (eee)  © 1&1 Mail & Media / SN