Das Geld ist weg: Der ehemalige Pfarrer von Küssnacht steht aufgrund seiner Spielsucht vor dem Privatkonkurs. Zudem sind die Gläubiger offenbar bereit, auf offene Forderungen zu verzichten.

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Der ehemalige katholische Pfarrer von Küssnacht SZ wird in den nächsten Tagen Privatkonkurs an seinem Wohnsitz beantragen. Ausserdem seien Gläubiger bereit, auf offene Forderungen in Höhe von 400.000 Franken zu verzichten.

Das bestätigte der Rechtsanwalt des Geistlichen unter anderem der "Neuen Zürcher Zeitung". Zuvor hatte die Zeitung "Bote der Urschweiz" darüber berichtet.

Nach über zwei Jahrzehnten in Küssnacht war der Pfarrer im Juni 2018 von seinem Amt zurückgetreten. Aufgrund seiner Spielsucht hatte er sich bei Gläubigern Geld geliehen und einen Berg an Schulden angehäuft.

Um wie viel Geld handelt es sich?

Wie "srf.ch" berichtet, habe das Bistum Chur damals eine Anlaufstelle eingerichtet. Der Anwalt Rolf Bühler, der sich im Auftrag des Bistums um die Gläubiger kümmert, bestätigte dem Radio-Sender, dass Forderungen von rund 2,5 Millionen Franken bestehen würden und die Gläubiger bereit seien, auf 400.000 Franken zu verzichten.

Doch auch für den Rest scheint keine Rückzahlung in Sicht zu sein: "Auch die Gläubiger, die nicht verzichten möchten, werden kaum Geld vom ehemaligen Pfarrer sehen." Er werde nicht in der Lage sein, seine Schulden zurückzuzahlen, so Bühler. (the)  © 1&1 Mail & Media / SN