In der Strafanstalt Saxerriet sind am Wochenende mehrere Gefangene und Mitarbeiter erkrankt. Schuld daran ist offenbar das Norovirus. Rund 30 Häftlinge wurden deshalb isoliert.

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In einem Gefängnis in St. Gallen ist das Norovirus ausgebrochen. Einige Insassen mussten deshalb in Quarantäne. Am Wochenende hatten einige der Insassen über Magen-Darm-Beschwerden geklagt.

Auf Anfrage von "20 Minuten" sagte Gefängnisdirektor Martin Vinzens, das Norovirus im Haus zu haben. 27 Insassen und vier Mitarbeiter seien möglicherweise betroffen gewesen. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, seien die Betroffenen isoliert worden, so der Direktor.

St. Gallen: Norovirus in Haftanstalt

"Wenn die Insassen 48 Stunden lang symptomfrei sind, wird die Isolation aufgehoben." Aktuell seien noch zwei Häftlinge in Quarantäne. Rund 100 Männer sitzen in Saxerriet ihre Haftstrafe ab.

Ein Insasse berichtete dem Nachrichtenportal, dass vor allem ältere Männer die Symptome gezeigt hätten. "Hier herrschen prekäre Zustände. Rund 30 Insassen wurden in ihren Zellen eingesperrt. Die meisten sind am Erbrechen und haben Durchfall", so der Häftling.

Virus kam wohl von aussen

Laut des Gefängnisdirektors sei auszuschliessen, dass die Küche Schuld ist. "Die Küche ist kein Thema. Das hat der Lebensmittel-Inspektor bestätigt", so Vinzens. Er hält es für wahrscheinlich, dass das Norovirus von aussen eingeschleppt wurde, da in der Haftanstalt eine Woche zuvor die Weihnachtsfeier stattfand, zu der viele Angehörige kamen.

Mittlerweile ist das Virus unter Kontrolle: Die Krise sei gut bewältigt worden. Damit die Insassen sich gut erholen können, wurde das Menü angepasst.

"Wir servieren zum Beispiel noch keinen Salat", erklärte Vinzens. Weiter lobte er die Gemeinschaft der Insassen, die sich in der Krisensituation "vorbildlich und solidarisch" verhalten habe. (sob)  © 1&1 Mail & Media / SN

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