Etwa 1.000 Ferkel gehören zum Landwirtschaftsbetrieb der Strafanstalt Witzwil – doch es werden weniger. Der Grund: Füchse treiben dort ihr Unwesen.

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Die Berner Justizvollzugsanstalt Witzwil hat ungebetene Gäste. Ein oder gar mehrere Füchse dringen immer wieder des Nachts in den angeschlossenen Landwirtschaftsbetrieb ein und reissen Ferkel. 50 Jungtiere seien bislang erbeutet worden.

Wie Alfred Burri, Leiter des Landwirtschaftsbetriebs, der "Bauernzeitung" erklärt, nehmen die Tiere "vielleicht ein bis zwei Ferkel mit", im Rausch würden sie aber noch viele weitere töten. "Ähnlich, wie wenn er in einen Hühnerstall eindringt", sagt er.

Sie haben es auf Jungtiere abgesehen

Die Füchse scheinen vor allem dann zuzuschlagen, wenn unter den gut 1.000 Schweinen der Haftanstalt Witzwil Jungtiere sind. Sind die Muttersäue abgelenkt, können sie den Nachwuchs nur schwer vor den Eindringlingen beschützen.

Eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Schweine sei allerdings nicht möglich. Das ist laut Burri für die Mitarbeiter "auf dem weitläufigen Gelände nicht leistbar".

Ein Zaun soll helfen

Untätig wollen Burri und seine Kollegen nicht bleiben. Ein Elektrozaun soll künftig die Schweine inklusive der Ferkel schützen. Zwar gibt es schon einen Knotenzaun. Dieser hält die Füchse aber offenbar nicht davon ab, auf dem Gelände auf Beutezug zu gehen – sie graben sich ganz einfach darunter hindurch. (kms)  © 1&1 Mail & Media / SN