Am Donnerstag muss sich ein 55-jähriger Schweizer wegen fahrlässiger Tötung vor einem Zürcher Gericht verantworten. Er soll einen 79-jährigen Mann nach einem Streit wegen eines falsch parkierten Autos verprügelt haben. Das Opfer erlag danach seinen Verletzungen.

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Ein auf dem Trottoir parkiertes Auto soll der Grund für einen Streit gewesen sein, bei dem ein 79-jähriger Mann ums Leben kam. Am Herbstweg in Zürich-Schwamendingen soll es im November 2017 zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Opfer und einem 55-jährigen Mann gekommen sein, der sich nun vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten muss.

Streit eskaliert auf offener Strasse

Wie "20 Minuten" berichtet, hatte der 55-jährige Schweizer laut Anklageschrift sein Auto vorübergehend und ordnungswidrig auf dem Trottoir am Herbstweg nahe dem Schulhaus Saatlen abgestellt. Daran störte sich der 79-Jährige und wies den Mann zurecht.

Dieser soll das Opfer daraufhin mindestens dreimal gegen den Kopf geschlagen haben. Der 79-Jährige sei zu Boden gestürzt. Der Beschuldigte soll dennoch nicht von ihm abgelassen haben, sondern ihm mindestens einmal gegen den Rumpf getreten und einen Schlüsselbund aus der Hand gerissen haben.

Opfer starb an akutem Herzversagen

Die Obduktion ergab, dass das Opfer an akutem Herzversagen starb. Dies könnten zum einen die Quetschungen an den Hüften verursacht haben, die zu einer Verstopfung der Arterien führten.

Zum anderen litt das Opfer an einer Herzkrankheit, die verbale und körperliche Auseinandersetzung könnte den Kreislauf zu sehr belastet haben.

Die Staatsanwaltschaft bezeichnet das Vorgehen laut "20 Minuten" als "rücksichtslos und gewalttätig", da der Beschuldigte durch seine Tritte mit einem Herzversagen des Opfers rechnen musste. Sie fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von elf Monaten. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN