Immer noch unter den Top 5: Die Schweizer Wettbewerbsfähigkeit geht laut einem Ranking im internationalen Vergleich zurück - kann sich aber deutlich gegen jene aus dem Nachbarland Deutschland durchsetzen.

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Die Schweiz belegt bei der Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen Ländern Platz fünf und gehört somit nach wie vor zur Weltspitze. Das zeigt die Rangliste des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Genf. Im Vergleich zum Jahr davor ist die Schweiz um einen Platz abgerutscht.

Deutschland verliert Spitzenplatz

Seit vier Jahrzehnten liefert das WEF seine Einschätzungen zur Wettbewerbsfähigkeit fast aller Länder der Welt. Die Erhebungsmethode des WEF misst die Wettbewerbsfähigkeit von 141 Volkswirtschaften anhand von insgesamt 103 Indikatoren. Eine Skala von 0 bis 100 soll dabei zeigen, wie nahe sich ein Land am "idealen Zustand" befindet.

Neu verdrängt Singapur die USA auf den zweiten Platz und auch Hongkong und die Niederlande liegen noch vor der Schweiz.

Deutschland fällt von Rang drei auf Rang sieben zurück. In mehr als der Hälfte der analysierten Punkte hat das bevölkerungsreichste Land Europas an Terrain eingebüsst und ist somit der grösste Verlierer der bisherigen Top 10, wie unter anderem "nzz.ch" berichtet.

Auf den letzten Rängen liegen der Kongo, Jemen und Tschad. Das rohstoffreiche Venezuela rutschte wegen der katastrophalen Wirtschaftslage sechs Plätze ab und landete auf Platz 133.

Stabilität und Infrastruktur überzeugen in der Schweiz

Bei acht der zwölf Hauptkriterien hat sich die Schweiz dagegen in den Top 10 platziert. Den Maximalwert erreicht die Schweiz im Bereich makroökonomischer Stabilität, nahe dran ist sie bei der Infrastruktur. Auch die Finanzmärkte würden zu den am besten entwickelten und stabilsten der Welt zählen, heisst es in dem Bericht. Im Bereich Humankapital und Lebenserwartung ist die Platzierung ebenfalls hoch.

Verbesserungspotenzial sieht die WEF bei Handelsbeschränkungen innerhalb des komplizierten Zollsystems, geringen Unternehmensdynamiken und der mangelnden Bereitschaft von Unternehmen, bahnbrechende Ideen zu verfolgen.

Lange an der Spitze

Den WEF-Wettbewerbsbericht gibt es zwar seit 1979, die Methode wurde aber immer wieder verfeinert. Weil seit 2018 neue Bewertungsmethoden gelten, ist ein Vergleich mit früheren Rankings nicht möglich.

Die Schweiz hatte bis 2017, also vor der letzten Anpassung, in den jährlichen WEF-Studien neun Jahre hintereinander den Spitzenrang belegt. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN