Die Swiss Airline hat mit Verspätungen in ihrem Flugverkehr zu kämpfen. Die Fluggesellschaft will nun Abhilfe schaffen: Mit einem komplexen Berechnungssystem sollen Verspätungsrisiken frühzeitig erkannt werden.

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Rund jeder vierte Flug ist verspätet oder fällt ganz aus: Swiss-Passagiere müssen sich regelmässig mit Abflugsproblemen herumärgern. Das könnte sich bald ändern. Die Airline will anhand verschiedener Algorithmen ihre Pünktlichkeit verbessern.

"Swiss verfolgt das Ziel, anhand historischer und aktueller Daten fundiertere, genauere und vor allem frühzeitigere Vorhersagen machen zu können, wie sich die tägliche Flugoperation entwickeln könnte", bestätigte eine Unternehmenssprecherin gegenüber "20 Minuten".

Ab Ende 2020 sollen Algorithmen helfen

Dies erlaube es der Fluggesellschaft, alle betroffenen Parteien und insbesondere den Kunden "frühzeitig darüber zu informieren und valable Alternativen anzubieten". Ziel sei es, dass voraussichtlich Ende 2020 eine erste Version eines vollständigen Bündels diverser Algorithmen bei Swiss zur Anwendung komme.

Die Algorithmen werden verschiedene Faktoren berücksichtigen: Wetterbedingungen, technischer Zustand der Flugzeuge, Passagieraufkommen, Umsteigeverbindungen, Bodenabfertigung und die aktuelle Situation des europäischen Flugverkehrs. Auch die Daten der Swiss-Crew (Reserve-Situation, Verfügbarkeit und Einsetzbarkeit) werden miteinberechnet.

Das Ziel: 80 Prozent Pünktlichkeit

Einige Tools seien bereits kurz vor Einführung, bei anderen suche die Airline noch die richtigen Partner. Die Swiss hat bereits seit einiger Zeit ein konkretes Ziel vor Augen: Ihre Pünktlichkeit soll sich auf rund 80 Prozent verbessern, wie Swiss-Manager Oliver Rüegg im Juli gegenüber "20 Minuten" erklärte. Derzeit komme die Airline auf 75,7 Prozent. Da Swiss in Zürich ein Drehkreuz bediene, führten Verspätungen bei ihr häufig zu negativen Kettenreaktionen. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN

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