Schlechte Nachrichten für Uhrenliebhaber: Wie jetzt bekannt wurde, lässt die Bieler Swatch Group Teile der Ziffernblätter in Thailand drucken - inklusive des "Swiss Made"-Schriftzugs. Als Grund wurden fehlende Kapazitäten genannt.

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Uhren aus der Schweiz geniessen einen hohen Stellenwert. Der Aufdruck "Swiss Made" besagt eigentlich, dass die mitunter sehr teuren Zeitmesser auch tatsächlich in der Schweiz hergestellt werden.

Doch was gerne einmal verschwiegen wird: "Swiss made" bedeutet nicht, dass die Uhren vollständig in der Schweiz produziert werden. Einige Teile können durchaus aus dem Ausland stammen.

Marken wir Tissot, Hamilton und Certina betroffen

Wie das Portal "20min" jetzt berichtet, ist auch die Bieler Swatch Group davon betroffen. Einige Teile des Ziffernblattes werden derzeit in Thailand gedruckt. Auf Anfrage der Zeitung gab das Unternehmen an: "Weil die Kapazitäten nicht genügen, arbeiten vereinzelte Marken des mittleren Segments mit externen Lieferanten, dies allerdings in sehr beschränktem Umfang."

Zu Swatch gehören mehr als 15 Uhren-Marken. Im mittleren Preissegment befinden sich unter anderem Tissot, Hamilton oder Certina - eine Preisklasse zwischen mehreren hundert und teilweise sogar mehreren tausend Euro.

60-Prozent-Regelung muss eingehalten werden

Besonders unangenehm: Auch das "Swiss Made"-Logo selbst wird in Thailand gedruckt. Wie die Swatch Group allerdings angibt, bezieht sich der Schriftzug auf die ganze Uhr. Wenn mindestens 60 Prozent des Schmuckstücks in der Schweiz hergestellt und produziert werden, ist die Regelung eingehalten und das Logo darf verwendet werden.

Ein Image-Problem sei dennoch nicht zu erwarten. "Wichtig ist, dass die Einhaltung der 60-Prozent-Regel durch die Behörden kontrolliert wird", so Swissness-Experte Stefan Vogler. (nas)


Verwendete Quellen:

  • 20min.ch: "Swatch lässt "Swiss Made" in Thailand drucken"
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