• Derzeit herrscht eine grosse Lawinengefahr in einigen Gebieten der Schweiz.
  • Am Samstag (16. Januar) kam es zu Lawinenabgängen im Skigebiet Stoos im Kanton Schwyz und in Engelberg im Kanton Obwalden.
  • Die Lawinenniedergänge forderten zwei Todesopfer.

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Nach Lawinenabgängen im Skigebiet Stoos und in Engelberg sind am Samstag (16. Januar) zwei Personen ums Leben gekommen. Auf dem Stoos war ein Skifahrer aus dem Kanton Zug im Gebiet Rot Turm unterwegs, wie die Kantonspolizei Schwyz in einer Mitteilung schreibt. Er sei am Samstagmorgen einen "steil abfallenden Hang ausserhalb der Pistenanlagen" hinabgefahren.

Eine etwa 100 bis 150 Meter breite Lawine habe den Freerider daraufhin erfasst. Der 49-Jährige wurde dabei verschüttet – trotz betätigtem Lawinenairbag. Einige Personen, die den Lawinenabgang aus der Nähe beobachtet hatten, eilten dem Verunglückten zu Hilfe und konnten ihn innerhalb kurzer Zeit bergen. Die Rega flog ihn nach einer Erstversorgung vor Ort in ein Spital, wo der Skifahrer jedoch verstarb.

Spezialisten der Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega), der Alpinen Rettung Schweiz sowie der Alpinen Einsatzgruppe der Kantonspolizei Schwyz konnten bei einer sofort eingeleiteten Suche keine weiteren verschütteten Personen finden.

Lawinenunglück in Engelberg: Mehrere Personen erfasst

Ein ähnliches Lawinenunglück ereignete sich auch im Kanton Obwalden. In Engelberg wurden ebenfalls am Samstagmorgen mehrere Personen im Gebiet Laub oberhalb der Gerschnialp von einer Lawine überrascht.

Mindestens zwei Personen seien mitgerissen und verschüttet worden, teilt die Kantonspolizei Obwalden mit. Ausserdem hielten sich noch weitere Personengruppen in dem Gebiet auf, das ausserhalb der gesicherten Pisten liegt. Vor Ort anwesende Personen eilten sofort zu Hilfe und alarmierten die Rega, die Alpine Rettung Schweiz sowie die Kantonspolizei Obwalden.

Drei Personen konnten demnach schnell in den Schneemassen geortet werden. Die weitere Suche gestaltete sich laut der Kantonspolizei schwierig: Viel Schnee befand sich demnach in einem Couloir, in dem erst nach einer Sicherheitssprengung weitergesucht werden konnte.

Eine Person konnte unverletzt, die anderen beiden nur schwerverletzt und lebensgefährlich verletzt geborgen werden. Die Rega flog die beiden verletzten Personen in ein Spital, eine davon verstarb kurze Zeit später.

Achtung: Auch weiterhin herrscht grosse Lawinengefahr

Die Kantonspolizei Obwalden warnt davor, dass auch weiterhin grosse Lawinengefahr herrscht. In weiten Teilen der Schweiz gilt derzeit noch die Gefahrenstufe 3, wie aus dem aktuellen Lawinenbulletin des Instituts für Schnee und Lawinenforschung (SLF) vom 17. Januar hervorgeht.

Gefahrenstellen gibt es demnach an allen Expositionen oberhalb von rund 1.400 Metern. Einzelne Wintersportler können "sehr leicht Lawinen auslösen, auch grosse", heisst es im Bulletin. In diesem Winter sind dem SLF 68 Lawinenunfälle seit Oktober 2020 gemeldet worden. Dabei wurden 89 Personen erfasst, die Zahl der Todesopfer beträgt elf © 1&1 Mail & Media/spot on news

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