• Zwei Schauplätze, Tausende Kilometer voneinander entfernt: In den USA sind mehrere Menschen Gewalttaten auf oder nahe dem Campus von Universitäten zum Opfer gefallen
  • In beiden Fällen rätselt die Polizei über das Motiv.

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Bei Gewalttaten im Umfeld zweier Hochschulen in den USA sind mindestens sieben Menschen zu Tode gekommen. Auf dem Campus der Universität von Virginia im Osten des Landes tötete ein Schütze am späten Sonntagabend (Ortszeit) drei Menschen. Zwei weitere seien verletzt worden, teilten die Hochschule und die Polizei in der Nacht zum Montag in Charlottesville mit. Stunden zuvor waren in der Kleinstadt Moscow im Nordwesten der USA die Leichen von vier Studenten nahe dem Campus der Universität von Idaho gefunden worden. Die Hintergründe in beiden Fällen sind völlig unklar.

In Virginia sei ein Student der Universität dringend tatverdächtig, hiess es. Er sei auf der Flucht und bewaffnet. Er gelte als gefährlich und sei möglicherweise mit einem schwarzen Geländewagen unterwegs, warnte die für die Hochschule zuständige Polizei.

Nach der Tat am Sonntag gegen 22.30 Uhr Ortszeit seien die Menschen auf dem Campus aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen und nicht hinauszugehen. Das Gelände sei abgesperrt, der Unterricht für Montag abgesagt worden. Die Fahnder gaben eine Beschreibung des mutmasslichen Schützen heraus. Zu den Opfern machten sie keine näheren Angaben. Nicht bekannt war, ob es sich auch um Studenten handelte. Bei der Suche seien auch Hubschrauber im Einsatz.

Stunden zuvor entdeckt die Polizei 3.000 Kilometer entfernt vier tote Studenten

Stunden zuvor und rund 3.000 Kilometer Luftlinie entfernt hatte die Polizei in einer Wohnung nahe dem Campus der Universität von Idaho in Moscow die Leichen von vier Studenten entdeckt. Sie seien vermutlich ermordet geworden, teilte die Hochschule unter Berufung auf die Ermittler mit. Es habe zunächst einen Notruf wegen einer bewusstlosen Person gegeben, hiess es von der Polizei. Vor Ort hätten die Beamten dann die vier Toten entdeckt.

Zu der Identität der Opfer und der Todesursache gab es zunächst keine Angaben. Es hiess lediglich, es gebe keine Gefahr für die Öffentlichkeit. Die Familien seien benachrichtigt worden. Zudem bat die Polizei die Bevölkerung um Hinweise zu dem Geschehen. Aus Respekt vor den Opfern sagte die Universität den Unterricht für Montag ab.

Die USA haben seit langem mit einem riesigen Ausmass an Waffengewalt zu kämpfen. Schusswaffen sind in dem Land oft leicht erhältlich. Nach jüngsten Daten der Gesundheitsbehörde CDC wurden allein 2020 in den USA rund 20.000 Menschen erschossen - also mehr als 50 pro Tag. Nach Berechnungen des Senders CNN gab es in diesem Jahr mindestens 68 Zwischenfälle mit Schusswaffen an Bildungsstätten in den USA - darunter 15 Universitäten - bei denen mindestens ein Mensch von Schüssen getroffen wurde, die Täter selbst nicht mitgerechnet.  © dpa