Vier Bergsteiger aus der Schweiz wurden am schottischen Ben Nevis von einer Lawine erfasst. Drei Männer sind dabei ums Leben gekommen, einer wurde schwer verletzt.

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Bei einem Lawinenabgang an Grossbritanniens höchstem Berg, dem Ben Nevis in Schottland, sind drei Bergsteiger ums Leben gekommen. Wie die schottische Polizei mitteilte, wurde ein weiterer schwer verletzt per Helikopter in ein Krankenhaus in Glasgow gebracht. Bei den Opfern soll es sich um Schweizer handeln.

Nach Angaben des "Daily Telegraph" ereignete sich der Lawinenabgang auf dem 1.345 Meter hohen Berg im Norden des Vereinigten Königreichs am Dienstag zur Mittagszeit.

Kurze Zeit später wurden Ambulanzen zum Gipfel gerufen. Die schottische Polizei koordinierte den Einsatz, bei dem auch freiwillige Bergretter aus der Umgebung halfen.

"Es waren brutale Umstände. Sie wurden von einer massiven Lawine getroffen. Sie muss aus über 1.000 Metern Höhe auf sie herabgefallen sein, es hat sie einfach weggefegt", sagte Donald Paterson, der Leiter des Rettungsteams, zum "Telegraph". "Wir haben alles getan, was wir konnten. Es ist eine schreckliche Tragödie."

Aufstieg trotz grosser Lawinengefahr

Bereits am Abend davor meldete der schottische Wetterdienst wegen des Sturmtiefs "Gareth" ein hohes Lawinenrisiko für den folgenden Tag. Die Bergsteiger brachen dennoch Richtung Gipfel auf.

Im letzten Monat sind laut Lawinendienst bereits vier Lawinen vom Ben Nevis abgegangen. Laut britischen Medienberichten sind wegen der schwankenden Wetterverhältnisse am Berg allein in diesem Winter elf Menschen ums Leben gekommen. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN