Im Kanton Zürich sollen Tausende Schüler am 9. März die Gymiprüfung ablegen. Eltern zeigen sich aufgrund der steigenden Zahl der Coronavirus-Infektionen besorgt. Die Behörden hingegen sehen keinen Grund zur Panik.

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Am 9. März 2020 findet für rund 8.000 Schüler im Kanton Zürich die Gymiprüfung statt. Aufgrund der steigenden Zahl der Coronavirus-Infektionen in der Schweiz fordern einige Eltern nun die Verschiebung des Termins.

Die Eltern fürchten ein steigendes Infektionsrisiko, wenn Hunderte Jugendliche in einem Gebäude zusammenkommen. Die Zürcher Bildungsdirektion sieht hingegen keinen Grund zur Sorge, weshalb die Prüfung wie geplant stattfinden soll.

Schüler mit Grippesymptomen sollen zuhause bleiben

"Wir haben die Situation im Auge und würden die Eltern im Laufe der Woche je nach Lage informieren, ob es eine Verschiebung zu einem Termin Ende März gibt", erklärt Nikolaus Schulzmann, Chef der Mittelschul- und Berufsausbildungsamtes, "20min.ch".

Die Schulen würden während der Prüfung hygienische Massnahmen ergreifen. So werden Schüler mit Grippesymptomen gemäss den Richtlinien der Zürcher Bildungsdirektion nach Hause geschickt. "Schüler, die sich am Prüfungstag nicht wohlfühlen, sollen zuhause bleiben und am Nachholtermin die Prüfung absolvieren", so Schulzmann.

Auch St. Gallen und Schwyz verschieben nicht

Der Schweizer Lehrverband sieht das Stattfinden der Prüfung ebenfalls unproblematisch. "Solange die Schulen geöffnet bleiben, gibt es keinen Grund, die Gymiprüfung abzusagen. Wichtig ist, dass niemand krank zur Prüfung kommt", sagt Zentralsekretärin Franziska Peterhans dem Nachrichtenportal.

"Das ist aber auch ohne Coronavirus wichtig", so Peterhans weiter. Zudem sei die Prüfungssituation mit dem normalen Unterricht zu vergleichen – mit dem Vorteil, dass die Schüler einen gewissen Abstand zueinander einhalten müssen.

Auch in anderen Kantonen wie St. Gallen und Schwyz finden die Prüfungen wie geplant im März statt. Grössere Ansammlungen von Schülern würden vermieden und die Hygienevorschriften eingehalten werden, erklärt Tina Cassidy vom St. Galler Bildungsdepartement. (amw)  © 1&1 Mail & Media / SN