Eine in Istanbul festgenommene deutsche Geschäftsfrau ist wieder frei. Sie war an der Ausreise in die Schweiz gehindert worden. Es habe sich um einen Systemfehler gehandelt.

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Eine am Mittwoch am Flughafen in Istanbul von türkischen Behörden festgenommene deutsche Geschäftsfrau ist wieder frei. Der Deutschen Presse-Agentur sagte die gebürtige Stuttgarterin mit türkischen Wurzeln am Samstag, sie sei am Freitag entlassen worden. Es habe sich um einen "Fehler im System" gehandelt. Die Frau war an einer Ausreise in die Schweiz gehindert worden.

Vorwurf: Verbindungen zu Fethullah Gülen

Hintergrund der Festnahme war nach Angaben der Frau ein Prozess gegen sie nach einem Putschversuch in der Türkei im Juli 2016. Ihr sei damals zu Unrecht vorgeworfen worden, Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fethullah Gülen zu haben, den die Regierung für den Umsturzversuch verantwortlich macht.

Das Gericht habe sie im April 2018 freigesprochen. Die Polizei habe auch eine fast zweijährige Ausreisesperre aufgehoben. Offenbar sei aber eine weitere Ausreisewarnung im System der Ausländerbehörde nicht beseitigt worden. Die deutsche Botschaft in Ankara habe interveniert.

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Am Donnerstag solle sie noch einmal bei den Behörden vorstellig werden. "Mir ist versichert worden, dass dann die Sperre vollständig aufgehoben wird."

Die Firma der Frau in der zentralanatolischen Stadt Kayseri stellt Stühle und Betten her. "Meine Kunden in Europa habe ich seit fast zwei Jahren nicht mehr gesehen."

Nach Informationen des Auswärtigen Amtes gibt es in der Türkei aktuell fünf deutsche "Haftfälle mit politischem Hintergrund". Der Fall der Geschäftsfrau war dabei nicht mitgezählt, hiess es.  © dpa