Der Basellandschaftlichen Kantonalbank reicht es. Nach drei Überfällen auf ihre Filialen in Ettingen und Breitenbach schlagen sie potenzielle Räuber mit ungewöhnlichen Mitteln in die Flucht: Am Bankschalter gibt es ab sofort keine Nötli mehr.

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Zum Schutz ihrer Kunden und ihrer Mitarbeiter ergreift die Basellandschaftliche Kantonalbank ungewöhnliche, präventive Mittel: Weil drei ihrer Filialen in den Kantonen Solothurn und Basel-Landschaft seit April dieses Jahres ausgeraubt wurden, bietet die Bank ab 14. November keine Bargeldtransaktionen mehr am Schalter an.

Betroffen sind Filialen in Ettingen und Breitenbach. Im Rahmen der gestaffelten Renovation aller Filialen sei dies in den beiden Niederlassungen ohnehin geplant gewesen. "Aus Sicherheitsüberlegungen haben wir diese Massnahme vorgezogen", erklärt BLKB-Sprecherin Monika Dunant auf Anfrage von "20 Minuten". Einzig in der Selbstbedienungszone könnten Kunden künftig Bargeld am Automaten beziehen oder einzahlen.

Kundenbrief mit neuen Sicherheitsmassnahmen

"20 Minuten" zufolge kündigte die Basellandschaftliche Kantonalbank diese Massnahmen nicht öffentlich, sondern nur in einem Kundenbrief an. Überdies solle bis auf Weiteres an sämtlichen Standorten während der Öffnungszeiten vermehrt Sicherheitspersonal eingesetzt werden.

Bargeldbeträge, die 2000 Franken übersteigen, könnten auf Wunsch per Bote nach Hause geliefert werden. Bis Ende Januar 2020 bietet die Bank diesen Service kostenlos an.

Ein Räuber ist noch flüchtig

Am 15. April, 2. August und 17. Oktober wurden die Banken der Basellandschaftlichen Kantonalbank überfallen. Die Tatorte haben eines gemeinsam: Es sind kleine und entlegene Bankfilialen.

Den Bankräubern gelang die Flucht in allen drei Fällen, bevor die Polizei eingetroffen war. Der Täter von Oberdorf, der in derselben Filiale gleich doppelt zugeschlagen hatte, wurde bereits von der Kantonspolizei festgenommen, der Räuber von Breitenbach ist noch flüchtig. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN