Am Freitag wurden vier deutsche Skitourenfahrer in Fieschertal (VS) von einer Lawine verschüttet und konnten nur noch tot geborgen werden. Damit kamen in der Schweiz in diesem Jahr bereits 19 Menschen in Lawinen ums Leben.

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Drei Männer und eine Frau starben am Freitag bei einem Lawinenniedergang in Wallis. Die vier waren Mitglied der Sektion Düsseldorf des Deutschen Alpenvereins (DAV). "Es ist Saisonende. Es tut weh, dass wir nun vier Tote beklagen müssen", sagte ein Bewohner in Fiesch kurz nach dem Unfall gegenüber "20 Minuten". Der Winter hat in der Schweiz bereits mehrere Lawinentote gefordert.

Erstes Lawinenunglück geschah bereits Anfang des Jahres

Am 3. Januar wurde der erste Lawinentote in diesem Jahr vermeldet: Ein 31-jähriger Snowboarder wurde in Davos verschüttet und verstarb später im Spital. Am gleichen Tag wurden in Flumersberg ein 56-jähriger Skitourenfahrer und im Gebiet Hoch Fulen eine 43-jährige Frau von einer Lawine erfasst. Beide starben daraufhin im Krankenhaus.

Vor dem Unglück im Fieschertal wurden zuletzt vier Skitourengänger am 24. März in Malaluy von einer Lawine überrascht. Ein 37-jähriger Waadtländer überlebte das Unglück nicht.

"Überdurchschnittlich gefährliche" Saison

Derzeit liegt die Zahl der durch Lawinen erfassten Personen bei 202, 19 Personen kamen ums Leben (Stand: 29. April 2019). Wie die "Aargauer Zeitung" bereits Ende März berichtete, sind bis dato 187 Personen von einer Lawine mitgerissen worden. Das langjährige Mittel liegt laut Angaben des Schnee- und Lawinenforschungsinstituts in Davos in den vergangenen 20 Jahren bei 168.

Bei der Anzahl der Toten liege das langjährige Mittel bis Ende März bei 18, in diesem Jahr wurden 15 Tote im gleichen Zeitraum geborgen. Insgesamt sei die Saison 2018/19 durch die vielen Lawinenabgänge überdurchschnittlich gefährlich gewesen. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN

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