Probleme bei der Hygiene und der Erfassung von Kontaktdaten: In Olten und Wöschnau SO hat die Kapo Solothurn sieben Rotlicht-Etablissements vorübergehend geschlossen.

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Verstösse gegen COVID-19-Massnahmen haben dafür gesorgt, dass die Kapo Solothurn etliche Rotlicht-Etablissements in Olten und Wöschnau SO dichtgemacht hat. Probleme gab es vor allem in Sachen Hygiene und Erfassung der Kontaktdaten.

Zusammen mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) arbeitete man eine lange Liste ab: Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen, Umsetzung der COVID-19-Hygiene-Massnahmen und Erfassung der Kontaktdaten. Besonders bei den letzteren beiden Punkten fielen den Beamten diverse Mängel auf.

"Die Kontrolleure stiessen etwa auf unsaubere Bettwäsche"

Marc Hänni, Leiter Arbeitsinspektorat und Gewerbe, betonte auf Nachfrage von "20.min.ch", dass vor allem gegen Hygiene-Massnahmen verstossen worden sei. "Die Kontrolleure stiessen etwa auf unsaubere Bettwäsche. Diese muss in der aktuellen Lage selbstverständlich nach jedem Kunden gewaschen werden." Auch hätten Schutzkonzepte gefehlt oder seien nicht ausreichend ausgearbeitet worden.

Das Ergebnis: Sieben der neun Erotik-Clubs mussten ihre Tore vorübergehend schliessen. Deren Betreiber müssen nun mit einer Strafanzeige rechnen. Sobald die geforderten Auflagen erfüllt seien, werde das AWA eine Wiedereröffnung prüfen, heisst es in der Mitteilung der Kapo Solothurn © 1&1 Mail & Media/spot on news