Eine Gewitterfront zieht derzeit über die Schweiz. Blitze, Hagel und Sturmböen haben bereits erste Schäden angerichtet.

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Die schweren Gewitter in der Nacht zu Dienstag sind noch nicht überstanden. Derzeit regnet es vielerorts heftig und das Gewitter tobt zwischen den Kantonen Solothurn und Aargau bis hin in Richtung Zürich und weiter zum Bodensee, wie "Meteonews" berichtet.

Zwischen Mitternacht und 8:00 Uhr wurden laut "Meteonews" fast 11.000 Blitze in der Schweiz verzeichnet. "Im Tagesverlauf werden die Zahlen noch deutlich steigen", heisst es in einem Tweet.

Bahnhof und Flughafen betroffen

Am Hauptbahnhof Zürich musste am Vormittag vor allem gegen die Wassermassen gekämpft werden. Auf einem Perron sprudelte das Wasser aus einem Dolen-Deckel hervor. Ein Mediensprecher der SBB erklärte gegenüber "20 Minuten", dass dies aber keinen Einfluss auf den Bahnbetrieb habe. Alle Züge fahren demnach pünktlich.

Zwischen 6:57 Uhr und 8:12 Uhr hatte das Unwetter auch Auswirkung auf den Flughafen Zürich: Dort wurde ein sogenannter "Handlingsstopp" verhängt. Mitarbeiter durften aufgrund des anhaltenden Gewitters das Aussengelände des Flughafens nicht betreten. Wie Mediensprecherin Sonja Zöchling gegenüber "20 Minuten" erklärte, war momentan die Gefahr eines Blitzeinschlags zu hoch. Bei den Abflügen kam es deshalb zu Verzögerungen von bis zu 1,5 Stunden, Landungen in Zürich waren während der gesamten Dauer möglich.

Kernkraftwerk Beznau I abgeschalten

In der Nacht auf Dienstag kam es zu einer Schnellabschaltung des Kernkraftwerkes Beznau I, wie der Betreiber Axpo mitteilte. Als Grund nannte er einen wahrscheinlichen Blitzeinschlag. Die Sicherheit der Mitarbeitenden sowie der Bevölkerung war jederzeit gewährleistet. Im Laufe des Tages soll die Anlage wieder hochgefahren werden.

Im Verlauf des Vormittags soll sich die Wetterlage beruhigen. Der Dienstag wird sonnig und warm mit Temperaturen von bis zu 28 Grad. Am Nachmittag sind aber bereits neue Regenschauer zu erwarten. Auch die Gewitterwahrscheinlichkeit steigt wieder an. Es muss mit Starkregen, Sturmböen sowie lokal auch mit Hagel gerechnet werden.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Während auch der Mittwoch regnerisch wird, soll der Donnerstag die erhoffte Beruhigung bringen. Nach Restwolken und in Richtung Osten örtlich letzten Tropfen erfolgt tagsüber ein Übergang zu recht sonnigem und sommerlich warmem Wetter. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN