Der VR-Präsident einer Liechtensteiner Bank musste sich am Dienstag vor einem Gericht in Vaduz verantworten. Im Februar dieses Jahres setzte er sich alkoholisiert an das Steuer seines Porsches, verunfallte und floh von der Unfallstelle.

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Nach einer Mitarbeiterfeier am 21. Februar 2019 setzte sich der Verwaltungsratspräsident einer kleinen Liechtensteiner Bank mit 1,8 Promille ans Steuer seines Porsche Cayenne. Er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte schliesslich mit einem Eisenpfosten an einem Kreisverkehr in Vaduz.

Wie die Zeitung "Vaterland" weiter berichtet, sei daraufhin ein Mitarbeiter an der Unfallstelle eingetroffen und habe den Verunfallten blutüberströmt in seinem Porsche vorgefunden.

Polizei wurde nicht alarmiert

Das Fahrzeug sei ebenfalls stark beschädigt gewesen. Dennoch habe der VR-Präsident von ihm verlangt, in seinem nicht mehr verkehrstauglichen Wagen nach Hause gebracht zu werden.

Der Mitarbeiter habe seinem Wunsch Folge geleistet. Gemeinsam hätten sie den Unfallort verlassen, ohne die Polizei zu alarmieren. Eine Überwachungskamera habe den Unfall jedoch aufgezeichnet.

Geldbusse von 25.000 Franken

Am vergangenen Dienstag musste sich der VR-Präsident vor Gericht verantworten. Seine Tat hat er gestanden, auch für den Sachschaden wolle er aufkommen. Der Richter verurteilte ihn zu einer Geldbusse von 25.000 Franken, da er durch sein Handeln mehrere Strafbestände begangen habe.

Auch der Mitarbeiter konnte eine Strafe nicht umgehen. Er wurde zu einer Busse von 300 Franken sowie einer Geldstrafe von insgesamt 24.000 Franken aufgrund des Vergehens der Begünstigung verurteilt. Die Strafe wurde mit einer Probezeit von drei Jahren bedingt ausgesprochen. (eee)  © 1&1 Mail & Media / SN