Nach Frankreich und Österreich trifft es nun auch die Schweiz: Zwei Personen mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion sind ins Zürcher Triemli-Spital eingeliefert worden und befinden sich in Quarantäne.

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"Im Stadtspital Triemli werden aktuell zwei Personen abgeklärt, die nach einem Aufenthalt in China Zeichen einer Infektion aufweisen", bestätigte die Spitalleitung "20 min".

"Kein Risiko für Patienten"

Ob es sich tatsächlich um das Coronavirus handelt, sei noch nicht geklärt. Da neben anderen, herkömmlichen Erregern auch das gefürchtete Virus als Ursache der Beschwerden möglich sei, befänden sich die beiden Personen momentan in Quarantäne, heisst es aus der Direktion weiter.

Daher bestehe kein Risiko für andere Patientinnen und Patienten oder für Spitalangestellte. Das Spital sei speziell eingerichtet und habe Erfahrung im Umgang mit Personen, die Träger eines neuen Krankheitserregers sein könnten.

BAG verschärft die Vorsichtsmassnahmen

Die Proben der Verdachtsfälle werden momentan durch einen spezifischen Test am Nationalen Referenzzentrum für neu auftretende Viruserkrankungen (Navi) am Universitätsspital in Genf untersucht.

Und man hat weitere Vorsichtsmassnahmen ergriffen: So müssen Ärzte und Laboratorien Fälle mit Verdacht auf eine Corona-Infektion innerhalb von zwei Stunden den Kantonen und dem Bund melden. Das bestätigte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der "Sonntagszeitung".

Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenprävention beim BAG, schätzt das Risiko einer Ansteckung in der Schweiz derzeit als gering ein. Dennoch könne sich das im schlimmsten Fall rasch ändern. Bisher sei aber keiner der zehn bis 100 Verdachtsfälle aus der Schweiz bestätigt worden. (kms)  © 1&1 Mail & Media / SN