Im Mai hat der Bundesrat entschieden, dass Schweizer Städte ab 2021 Parkgebühren für Töffs und E-Bikes verlangen dürfen. In einigen Städten soll die Regelung auch in die Tat umgesetzt werden.

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Im kommenden Jahr dürfen Städte in der Schweiz von allen motorisierten Zweirädern Parkgebühren verlangen. Fahrer von Töffs, Rollern, Mofas und schnellen E-Bikes wären davon betroffen. Wie die "NZZ am Sonntag" berichtet, planen Städte wie Bern, Luzern und Lugano derzeit, wie die neue Gebührenordnung tatsächlich umgesetzt werden könnte.

In Bern soll die Verkehrsdirektion eine Gebührenpflicht für Motorräder überprüfen, in Luzern will man eine entsprechende Regelung für Töff-Fahrer im Rahmen eines neuen Parkplatzkonzeptes berücksichtigen.

Wird auf die Parkgebühr in manchen Städten verzichtet?

Während andere Städte noch keine Angaben machen wollen, ob sie eine Gebührenpflicht in Betracht ziehen, stellten Lausanne und Basel klar, auf eine neue Ordnung verzichten zu wollen. Bernard Niquille, Präsident der Interessengemeinschaft Motorrad, glaubt nicht, dass es dabei bleiben wird: "Wenn die Städte Gebühren erheben dürfen, werden sie das über kurz oder lang auch tun", betont er.

Für SVP-Nationalrat Walter Wobmann, Präsident der Föderation der Motorradfahrer, sei es kontraproduktiv, wenn man Motorradfahrer mit Parkgebühren abschrecke, da sie mit ihren Maschinen weniger Platz bräuchten als Autos.

Anders Gautschi, Geschäftsführer des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS), spricht sich für eine Gebühr der Schadstoff ausstossenden und Lärm verursachenden Motorräder aus. Doch: "E-Bikes dagegen haben eine gute CO₂-Bilanz und brauchen wenig Platz. Sie sollten gefördert und nicht mit zusätzlichen Gebühren belastet werden."  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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