Schon um 11 Uhr vormittags nach Mitteleuropäischer Zeit sind die ersten Menschen im Jahr 2020. Silvester soll dieses Jahr recht klar und kalt werden. Und auch, wenn es umstritten ist, wird dieses Jahr vielerorts ein grosses Feuerwerk veranstaltet werden.

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Mit Partys und Feuerwerk heissen Milliarden Menschen in der Nacht zum Mittwoch das neue Jahr und die 20er Jahre willkommen. Der Inselstaat Samoa startet nach Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) schon um 11 Uhr vormittags als erstes Land der Welt ins neue Jahr. Um 14 Uhr MEZ ist es in Sydney so weit, um 22 Uhr in Moskau.

Auf der berühmten Puerta del Sol in der spanischen Hauptstadt Madrid knallten bereits die Korken. Allerdings läuteten die Menschen dort einen Tag zu früh das neue Jahr ein.

Grund ist ein kurioser Testlauf, der mittlerweile schon Tradition hat. Bei der um 24 Stunden vorgezogenen Sause testet die Stadtverwaltung traditionell die Glocken an der Turmuhr auf dem Platz, um sicherzugehen, dass diese dann am Silvesterabend richtig funktionieren - schliesslich wird der Jahreswechsel von dort live im Fernsehen ins ganze Land übertragen.

Bei der Generalprobe feierten Spanier und Touristen fast genauso ausgelassen wie bei der eigentlichen Neujahrsparty, samt Silvesterhütchen und 2020-Brillen.

Diskussion über Böller-Verbot in Deutschland

Weniger ausgelassen war die Stimmung vor Silvester in Deutschland, wo es erneut eine Debatte über den Sinn und Unsinn von Böllerei und Feuerwerk gab.

Die Deutsche Umwelthilfe warb dafür, für saubere Luft auf den Kauf von Feuerwerkskörpern zu verzichten. Der Verband der pyrotechnischen Industrie erwartet mit 133 Millionen Euro Umsatz ungefähr so viel Knallerverkauf wie im Vorjahr.

Vielerorts in der Republik soll unterdessen ein Polizeiaufgebot Übergriffe wie in der Kölner Silvesternacht vor vier Jahren verhindern. Damals waren am Dom viele Frauen sexuell bedrängt und beraubt worden.

Die grösste Silvesterparty der Republik steigt wieder in Berlin am Brandenburger Tor. Angekündigt haben sich unter anderem die Boygroup East 17, die schwedische Rockband Mando Diao, die Sängerin Kerstin Ott und Schlagerstar Frank Zander.

Böller-Verbot in einigen Teilen Berlins

In der deutschen Hauptstadt sind zum ersten Mal Raketen und Böller nicht nur auf der Partymeile am Brandenburger Tor verboten.

Weil in den vergangenen Jahren in einigen Gebieten Berlins Gruppen junger Männer Böller auf Polizisten und Feuerwehrleute warfen, legte der Senat zwei zusätzliche Verbotszonen fest.

Auf dem Alexanderplatz und in mehreren Strassen an der Pallasstrasse in Berlin-Schöneberg darf niemand Feuerwerk dabei haben oder abfeuern. Rund 140 Beamte sollen in den beiden Zonen kontrollieren, ob sich alle daran halten.

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Silvester weltweit: 38 Mal aufs neue Jahr anstossen

Wer das neue Jahr ausgiebig feiern will, kann am 31. Dezember schon um 11 Uhr anfangen und 26 Stunden lang die Korken knallen lassen.

Mit Nebel ins neue Jahr

Die Silvesternacht beginnt in Deutschland mit geringer Bewölkung mit Temperaturen von vier Grad bis minus ein Grad im Norden und ein bis minus sieben Grad in der Mitte Deutschlands sowie im Süden.

Gegen Mitternacht könnte es dann nebelig werden - in der windarmen Nacht vor allem dank abgebrannter Feuerwerkskörper. Vor allem in den dicht besiedelten Regionen der Mitte, im Westen und im Süden sei dichter Nebel mit Sichtweiten teils unter 50 Meter zu erwarten, so der DWD.

Ursache seien die Staub- und Russpartikel, die beim Abfeuern der Feuerwerkskörper entstehen. Sie dienen als Andockstation für kondensierenden Wasserdampf, aus dem Nebel besteht. Wie dicht der Nebel tatsächlich wird und wie lange er sich hält, variiere stark. In einigen Regionen dürfte die Sicht bis weit in den Neujahrstag hinein getrübt bleiben. (dpa/thp)