Es war ein langer, kräftezehrender Sommer. Die Dürreperiode von Juni bis August machte den Menschen schwer zu schaffen. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen des neuen Hoffnungsbarometers der Zukunftsforscher von Swissfuture wider.

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Nicht nur die Bauern litten in den Sommermonaten unter den Temperaturen und den damit einhergehenden Ernteausfällen. Von den Auswirkungen des Hitzesommers im vergangenen Jahr war jeder unmittelbar betroffen. Das zeigt nun auch das Swissfuture-Hoffnungsbarometer, das seit 2009 jährlich für das darauffolgende Jahr in einer grossen Web-Umfrage mit Unterstützung der Tageszeitung "20 Minuten" erhoben wird.

Unzufriedenheit in Sachen Klima

60 Prozent der Befragten zeigten sich mit Umwelt und Klima unzufrieden. Damit ist im Vergleich zu den Vorjahren ein neuer Tiefststand erreicht. Durch Sonnenbrand oder Wasserknappheit habe jeder die Folgen der Hitze am eigenen Leib erfahren, während man von der Gletscherschmelze oft nur in der Zeitung lese, so der Studienautor Andreas Krafft im Gespräch mit "20 Minuten".

Frauen sind dabei besorgter als Männer. Neben den Geschlechter-Unterschieden gibt es auch geographische: In der Westschweiz ist das Problembewusstsein deutlicher vorhanden. Doch wie so oft zeigt sich auch hier, dass den Menschen zwar etwas am Klimaschutz liegt, sie selbst aber nicht aktiv werden wollen: 32,9 Prozent der Befragten finden es sehr wichtig, sich um die Umwelt zu kümmern. Doch nur 11,8 Prozent hegen selbst den starken Wunsch, an konkreten Naturschutzaktivitäten wie Demonstrationen teilzunehmen.

Politik kann profitieren

Andreas Krafft ist sich sicher, dass die Politik von der Stimmungslage beeinflusst werden wird. Die Grünen und Grünliberalen könnten vom erhöhten Bewusstsein der Bevölkerung für Klima und Umwelt profitieren, so der Zukunftsforscher.

In der Online-Befragung von Swissfuture werden die Befragten zu Zufriedenheit und Zukunftserwartungen in verschiedenen Bereichen, zu ihren persönlichen Hoffnungen, über die Quellen und Aktivitäten von Hoffnung sowie über ihre Menschen- und Weltbilder befragt. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN