Das frühlingshafte Wetter lockt viele Menschen nach draussen – trotz der Aufforderung des Bundes, wegen der Corona-Krise den heimischen Garten oder Balkon zu bevorzugen. Auch in Zürich haben sich am vergangenen Wochenende wieder Sonnenhungrige an der Limmat getummelt.

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Es fällt derzeit schwer, angesichts der ersten warmen Tage des Frühlings ein Verweilen in Parks und an Flüssen zu unterlassen. Doch der Bund fordert weiterhin dazu auf, wegen des Coronavirus zuhause zu bleiben. In Zürich kamen am Wochenende vor Ostern nicht alle der Aufforderung nach und suchten sich ein Plätzchen zum Sonnenbad. Da der Letten derzeit gesperrt ist, hielten sie sich laut "20 Minuten" vor allem am Gemeinschaftszentrum an der Limmat auf.

Lautsprecherdurchsagen als Massnahme

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag musste die Polizei eingreifen. "Durch einen Lautsprecher tönte es dann: 'Sie werden dringend angehalten, Abstand zu halten, das Gelände zu verlassen und nach Hause zu gehen'", berichtete ein Anwohner im Interview mit "20 Minuten".

Handydaten, die das statistische Amt des Kantons Zürich gemeinsam mit der ETH Zürich auswertet, zeigen, dass sich die Schweizer immer schlechter an die Bewegungseinschränkungen des Bundes halten. Für Menschen zwischen 30 und 64 Jahren weist die Statistik für Freitag (3. April) den Höchstwert seit zwei Wochen auf.

Doch trotz des Eingreifens insbesondere an der Limmat zieht die Stadtpolizei Zürich eine positive Bilanz zum Wochenende. Bei den rund 200 Einsätzen handelte es sich überwiegend um Meldungen über zu grosse Gruppierungen. Die Polizei habe anschliessend jedoch keine Gruppierungen mehr feststellen können oder die Abstände wurden wieder eingehalten.

Laut BAG ist Mobilität zurückgegangen

Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zeigt sich insgesamt zufrieden: Grundsätzlich habe sich die Bevölkerung "gut an die Empfehlungen gehalten", sagte Sprecher Daniel Dauwalder gegenüber "20 Minuten". Zahlen des BAG zeigten, dass Mobilität am Wochenende gut 40 Prozent niedriger als üblich gewesen sei. Im Vergleich zum vorletzten Wochenende konnte jedoch auch Dauwalder eine Steigerung der Mobilität bestätigen – "was wohl dem schönen Frühlingswetter zu schulden ist." (jom)  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Coronavirus bei Tiger in New Yorker Zoo nachgewiesen

Ein Tiger in einem Zoo in New York hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die vier Jahre alte malaysische Tigerkatze Nadia sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Bronx Zoo am Sonntag mit. "Es ist - unseres Wissen nach - das erste Mal, dass ein wildes Tier sich durch einen Menschen mit Covid-19 angesteckt hat", sagte der leitende Tierarzt des Zoos, Paul Calle, dem Magazin "National Geographic". (Teaserbidl: imago images/Martin Wagner)