Gewitteropfer in Nordrhein-Westfalen: Am Stadtrand von Aachen ist eine Frau vom Blitz getroffen worden und verstorben. Auch in anderen Teilen kam es zu Unwettern, allerdings ohne grössere Schäden. Im Lauf des Tages drohen Gewitter vor allem in einem Gebiet.

Eine Frau ist in Aachen vom Blitz erschlagen worden. Die 73-Jährige sei am Stadtrand mit ihrem Fahrrad unterwegs gewesen und offenbar von einem Gewitter überrascht worden, sagte ein Polizeisprecher.

Ein Spaziergänger habe sie am Montagabend gefunden. Einer Mitteilung der Feuerwehr zufolge liess der Stromstoss die Kette ihres Rades schmelzen.

Die Seniorin sei unter einem Baum gefunden worden, der Rettungsdienst habe nur noch ihren Tod feststellen können.

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Ihr Ort kann nicht ermittelt werden

Hitzerekord des Jahres gebrochen

Am Tag brütete Deutschland bei äusserst heissen Temperaturen. In Koblenz wurde der Hitzerekord dieses Jahres nach nur einem Tag gebrochen - dort meldete der DWD 34,6 Grad.

Auf Platz zwei und drei kamen am Montag Stationen in Köln: Am Flughafen Köln-Bonn wurde es 34,4 Grad heiss, an der Station Köln-Stammheim 34,3 Grad.

Der Deutschland-Höchstwert für den Monat Mai blieb aber unerreicht: Im Jahr 1892 wurde in Jena der Mai-Spitzenwert von 36,1 Grad gemessen.

"Dass es so verbreitet und über mehrere Tage so heiss ist, das ist schon ungewöhnlich", sagte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Die 35-Grad-Marke wurde allerdings nicht wie erwartet geknackt.

Mit der Hitze kommen auch Unwetter

Mit der Hitze kommen aber auch Unwetter. Schwülwarme Luft breitet sich aus dem Südwesten langsam in die Landesmitte aus.

Nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch über dem Schwarzwald haben sich bereits am Montag teils kräftige Gewitter gebildet. Von Schäden ist bislang nicht bekannt.

Auch für heute werden Unwetter erwartet, aktuell vor allem rund um Hannover, Hamburg und an der Ostsee.

In Bremen liefen am Morgen nach heftigem Regen bereits Keller voll. Starke Niederschläge zogen auch über Franken hinweg.

Die aktuellen Unwetterwarnungen des DWD finden Sie hier

Im Tagesverlauf soll es dann vor allem im Osten und über der Mitte zu Schauern und Gewittern kommen, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Im Süden und Südosten konzentrieren sich die Unwetter wahrscheinlich auf den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und den Alpenrand.

Im Südosten sollen die Temperaturen erneut auf über 30 Grad steigen, im restlichen Land auf bis zu 28 Grad.

(cai/dpa)